Zu Recht unter den Besten – Ski Arlberg

Das Online-Portal skigebiete-test.de hat aus 250 Skigebieten weltweit die zehn besten gekührt. Ski Arlberg ist dabei nach Zermatt auf dem zweiten Platz gelandet, meiner Meinung nach zu Recht. In nur wenigen Gebieten der Alpen in Deutschland, Österreich und der Schweiz lässt es sich so sonst so hervorragend Skifahren, wie auf den weißen Hängen rund um Lech und Zürs.

Ich habe dort vor knapp 30 Jahren das Skifahren gelernt und bin immer wieder gerne zurückgekehrt. Lech gehört sicher nicht zu den günstigen Wintersportorten, aber sicher zu den niveauvollsten und schönsten.  Und für 49,50 (Tagesticket Erwachsener) bekommt man schier endloses Skivergnügen, dafür sorgen 97 Seilbahnen und Lifte die einen Zugang zu ingesamt 340 Kilometer Skiabfahrten verschaffen. Die Pisten sind teilweise recht lang und besonders für geübte Skifahrer ein Vergnügen. Einer meiner Favoriten ist die Runde um den Rüfikopf, nach Zürs über den Zürsersee nach Stuben und wieder hoch nach Lech. Entlang dieser Runde verläuft auch eines der spektakulärsten Rennen „Der Weiße Ring“.

Aber nicht nur das: Ski Arlberg zählt in den Alpen auch als Freeride-Mekka; wer sich in der Gegend nicht auskennt sollte aber auf jeden Fall einen Bergführer mitnehmen, der sorgt nicht nur für etwas mehr Sicherheit sondern kennt bestimmt auch die besten unverspurten Hänge.

Die Wintersaison 2014/2015 startet heute, am 5.12.2014!

Auf den neuesten Ski durch Ischgl und die Silvretta-Arena

Auf dem Weg zum Skifahren an den Arlberg bin ich schon oft am Paznauntal vorbeigefahren. Das Vergnügen, in der Silvretta-Arena Ski zu fahren, hatte ich aber zum ersten Mal bei der Preview on Snow. Ischgl ist vielen als Après-Ski-Hochburg bekannt, der kleine Ort im Paznauntal bietet aber noch weit mehr als Party, Musik und Schirmchenbars. So warten hoch oben in der Silvretta-Arena 238 anspruchsvolle Pistenkilometer für alle Könnerstufen. 2014 geht mit der Eröffnung der Gondel auf den Piz Val Gronda ein langes Bauprojekt zu Ende, mit dem ein weiteres Gebiet zum Freeriden erschlossen wurde.

Eine Woche vor Beginn der ISPO in München haben Columbia, Tecnica, Blizzard und Hansmann PR zur Preview on Snow nach Ischgl eingeladen. Auf uns warteten nicht nur eine Menge Material zum Testen sondern auch die Befahrung der Silvretta-Arena und des Piz Val Gronda mit dem neuesten Material. Am Freitagabend wurde alles, was es zu testen galt vorgestellt: das komplette Skigebiet, ein umfangreiches  Skisortiment für jegliche Anforderungen, die neuesten Skischuhe von Tecnica und mit TurboDown die Neuheiten von Columbia im Bereich Daune/Isolation. Diese kurzweilige Präsentation hat auf jeden Fall die Vorfreude auf den nächsten Morgen gesteigert!

Am Samstag starteten wir früh morgens in das Skigebiet. Beim Frühstück bei Sonnenaufgang im Bergrestaurant Pardorama am Pardatschgrat stieg die Vorfreude auf die bevorstehenden Skitage. Gut gestärkt ging es bei den ersten Sonnenstrahlen in das weitläufige Skigebiet der Silvretta Arena. Trotz der recht milden Temperaturen waren alle Pisten sehr gut befahrbar, auch die Talabfahrt war kein Problem. Die Freeride-Truppe hat mit dem Bergführer noch einige unverspurte Rinnen entdeckt – es war also für jeden etwas dabei.

Ich habe mich der Race-Truppe mit Tom Rakuscha von Blizzard angeschlossen und hatte zwei super Skitage in der Silvretta-Arena.  Tom hat mir den neuen Blizzard VIVA 700 TIIQ mit einer Länge von 160 cm regelrecht ans Herz gelegt. Der Viva ist ein Damenski, der speziell auf sportliche Fahrerinnen zugeschnitten ist. Der Viva lag auch bei hohen Geschwindigkeiten satt auf der Piste und ließ sich super drehen: Am Ende wollte ich den Ski eigentlich nicht mehr zurückgeben. Nachmittags wartete dann der Piz Val Gronda auf uns. Leider war inzwischen der Nebel aufgezogen, doch die Fahrt in der riesigen Gondel für bis zu 150 Personen war durchaus imposant. Die Abfahrt zur Heidelberger Hütte war auf Grund der schlechten Sicht und den Schneeverhältnissen nicht nur ein Vergnügen, hat aber trotzdem Spaß gemacht und war mit den Ski gut machbar.

Das ist der Traumski für die Piste!
Das ist der Traumski für die Piste!

Statt Après-Ski gab es auf der Hütte einen gemütlichen Hüttenabend, was mir sowieso viel besser gefällt. Im Sommer als beliebtes Radziel bekannt, zieht die Heidelberger Hütte im Winter Skitourengeher und Schneeschuhwanderer an, die auf ihrer Tour durch die Silvretta für eine Nacht Rast machen. Von der Heidelberger Hütte kommt man dann am nächsten Tag wieder gut ins Skigebiet.

Ischgl ist auf jeden Fall eine Reise wert und kann weit mehr als Après-Ski. Von München aus sind es knapp 200 km ins Paznauntal. Für einen Tagestripp ist das fast etwas weit, zudem sollte man das Skigebiet auch wirklich ausnutzen und erkunden. Ideal also für einen Wochenendtrip.