Theresa Bar in München: zu Hause bei James Bond

Ich habe die Theresa Bar im Mai das erste Mal besucht. Doch dieser Sommer schien mir einfach zu heiß für einen Artikel über eine Bar von diesem Format. Doch wenn die Nächte länger und die Tage kürzer werden, ist die Theresa Bar genau der richtige Ort für einen tollen Abend: gemütlich, elegant, nicht aufdringlich aber in jeder Hinsicht geschmackvoll. Mit der Theresa Bar hat das gleichnamige Restaurant eine kleine Schwester bekommen, eben eine kleine Bar. Die Drinks sind kreativ, fein und saisonal ausgerichtet, dazu gesellt sich eine wirklich ansehnliche Weinauswahl. Doch die Bar kann mehr. Wer hier nur zum Trinken kommt, verpasst etwas. Das Bar-Food ist unglaublich gut und kreativ. Die Gerichte sind frisch, leicht und werden auf kleinen Tellern serviert. Eben genau angemessen für eine Bar. Und nach einem Menü dieser Art lässt es sich so viel besser ins Münchner Nachtleben starten als nach einem Ribeye-Steak, Pommes und Steakbutter. Nicht falsch verstehen: das Theresa Restaurant ist super aber nach 300 Gramm Steak und schwerem Rotwein ist man manchmal nicht mehr ganz auf der Höhe.

Mindestens genauso gut hat mir aber das Ambiente gefallen: Beim Betreten dachte ich sofort „Willkommen bei James Bond“. Der 70er Jahre Stil ist retro aber schick. Wandvertäfelungen aus dunklen Hölzern geben dem rechtwinkeligen Raum einen edlen Touch. Auch die Fenster wurden mit schmalen Lamellen vertäfelt, das gibt dem Raum eine private Atmosphäre. Die Gäste sitzen auf niedrigen samtigen Sofas, Sesseln oder Barhockern. Im ebenso flauschigen Hochflorteppich versinkt man fast, aber es ist auch schön zu ruhigen angenehmen Klängen durch den Raum zu schleichen. Von der Decke, über das Mobiliar bis hin zum Teppich: alles ist in warmen Braun- und Rottönen gehalten dazu gesellen sich moosgrüne oder geblümte Sofas. Die Bar kombiniert geschickt gemütliche Rückzugszonen mit vibrierendem Barleben – dafür ist auf dem breiten Gang und an der Bar auf ebenso samtigen Barhockern noch genug Platz. Zum Interieur gehört auch ein Lichtkonzept, das wichtige Elemente, wie den Tresen oder die Wände gekonnt mit Designerleuchten inszeniert. James Bond würde sich hier wohlfühlen! Ganz sicher! Die Bar ist sympathisch und macht Spaß. Hier mischt sich ein buntes Publikum: ob nach dem Büro, für ein Geschäftsessen (ja wirklich!), vor dem Ausgehen oder nach dem Shopping-Trip: hier fühlt sich jeder wohl. Dazu tragen auch die Herren hinter der Bar bei: es geht locker und lustig zu, bleibt aber immer professionell. Und als Gast wird man hier ganz wunderbar umsorgt! Seit meinem ersten Besuch bin ich Wiederholungstäter! Hinter der Bar steckt die Macher des Occam Deli, Freebrid und Kaisergarten. Das konnte aus meiner Sicht nur ein Erfolg werden! Danke für diese tolle Bar und die Bereicherung für das Münchner Nachtleben.

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Theresa Bar

Theresienstrasse 31
80331 München
www.theresa-restaurant.com

 

Gehört im Glockenbachviertel zum Inventar: Das Hey Luigi!

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Update: am 17.10 hat das Hey Luigi seinen 10 Geburtstag gefeiert! Herzlichen Glückwunsch und weiter so!.

Ein ganz bestimmter „Laden“ ist aus dem Glockenbachviertel eigentlich nicht mehr wegzudenken: Das Hey Luigi in der Holzstrasse 29. Ganz gleich ob auf ein paar Drinks und/oder auf eine ordentliche Portion Essen zusammen: Seit ich denken kann, zieht es mich und viele meiner Freunde immer wieder in das Hey Luigi. Das dunkle aber doch sehr gemütliche Lokal bietet eigentlich genau die richtige Mischung aus Bar und Restaurant. Es ist wirklich immer etwas los, an jedem Tag der Woche. Im vorderen Teil befindet sich die Bar mit einem einladenden Tresen. Dort gibt es ein paar Sitzgelegenheiten und über dem Eingang hängt ein großer (nicht echter) Stierkopf.

Hey_Luigi_2Im hinteren Teil finden sich weitere Tische und an der Wand ein kleiner Zoo aus Gummitieren in Wandfarbe, auf den Tischen stehen Blumen und Teelichter. Hier lässt sich der Tag ausklingen oder eine rauschende Nacht starten. Im Sommer lässt es sich auch vorzüglich draussen vor dem Lokal sitzen und den Münchern Sommer genießen.
Essenstechnisch ist das Hey Luigi solide und gut, die Karte bietet eine Mischung aus Vorspeisen, Pasta, Salaten und Fleischgerichten. Alle Speisen gut, reichlich, frisch zubereitet und passen zum Konzept aus Bar und Restaurant; mit seiner Wahl etwas falsch machen kann man hier sicher nicht. Für Belustigung beim ersten Besuch sorgen sicher die Titel der Gerichte – besonders die Salate tragen „seltsame“ Namen wie Rocco Siffredi oder Meister Lee. In riesigen Portionen kommen die Pasta-Gerichte wie Linguine Tomate oder Tagliatelle Estragon. Wer ein kleines Gericht möchte, isst eine Suppe oder den gemischten Vorspeisenteller. Alles sehr sehr gut. Und auch das Schnitzel kann sich sehen lassen; dazu gibt es wahlweise Bratkartoffeln oder hausgemachten Kartoffelsalat und natürlich Preiselbeeren. Selbstverständlich gibt es neben Salaten auch reichlich fleischlose Gerichte wie Käsespätzle, Bratkartoffeln oder Halloumi. Noch nie versucht habe ich die hausgemachte Steinofenpizza – die gibt es immer sonntags.

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Ich hatte hier schon viele lustige und schöne Abende und werde das Hey Luigi immer wieder besuchen! Danke! Reservieren empfiehlt sich aber immer!

Hey Luigi

Holzstrasse 29
80469 München
+49-89-46134741
http://www.heyluigi.de/

Tradition und Moderne: Der Bregenzerwald

Zwei Stunden von München entfernt, hinter dem Pfänder und unweit vom Bodensee entfernt beginnt ein ganz besonderer Fleck Erde: der Bregenzerwald. Geographisch gesehen ist der Bregenzerwald eine Region in Vorarlberg, die sich zwischen Hochtannbergpass und der Bregenzer Ach südöstlich von Bregenz erschließt. Neben einem schier endlosen Netz an Wanderwegen und Radtouren lockt der Bregenzerwald mit Handwerkskultur, Kunst und Kulinarik. Dem einen oder anderen mag die Käsestrasse Bregenzerwald ein Begriff sein. Im Winter locken die Skigebiete um Mellau, Schoppernau, Diedamskopf und Warth. Damüls gilt als eines der schneereichsten Skigebiete der Alpen.

Das besondere an dieser Region ist die behutsame Integration von moderner Architektur in die traditionsreichen Orte. Der bregenzerwälder Holzbau ist über die Grenzen von Österreich hinweg bekannt und beliebt. Ohne dass es den Betrachter stört, stehen hier jahrhundertealte Bauernhäuser neben moderner und puristischer Architektur. Das Bindeglied zwischen alt und neu ist oft das Holz.

Im Juni 2013 zog es mich nach Vorarlberg. In den letzten 2, 5 Jahren habe ich unendlich viele Ausflüge in den Bregenzerwald unternommen: hier sind ein paar Tipps!

Werkraum Bregenzer Wald
Der Werkraum in Andelsbuch ist ein Haus für das Handwerk im Bregenzerwald. Von Peter Zumthor erbaut, ehrt er die vielen Handwerksbetriebe in der Region und ist Showroom, Museum und Kulturzentrum in einem.

Die Bushaltestellen von Krumbach
Das Projekt BUS:STOP Krumbach ist exemplarisch für den Umgang mit Tradition und Moderne im Bregenzerwald. 2014 hat die kleine Gemeinde in einem ganz besonderen Prozess neue Bushaltestellen erhalten, die meisten sind aus Holz. So traten 7 ausgewählte, internationale Architekturbüros aus Russland, Norwegen, Belgien, Spanien, Chile, Japan und China in Dialog mit den Menschen, der Landschaft und der lokalen Baukultur- und Handwerkstradition des Bregenzerwaldes.  Von internationalen Architekten entworfen wurden die Bushaltestellen von Handwerkern aus der Region umgesetzt. Eine Fahrt durch Krumbach lohnt sich. Im Sommer lässt sich die Strecke auch super mit dem Rennrad ab Dornbirn fahren.

Vorsäßsieldung Schönenbach
Die Vorsäßsiedlung im Hinterbregenzerwald ist ein Ort der Ruhe und Erholung. Das Häuserensemble auf 1050 HM ist Teil der traditionellen Dreistufenlandwirtschaft: im Frühjahr und Herbst weiden hier die Kühe bevor es auf die Alm oder wieder zurück ins Tal geht. Auf grünen Wiesen, durch die sich ein Bach schlängelt, stehen schöne alte Höfe und Häuser, die im Sommer bewohnt sind. Lohnenswert ist eine zweistündige Wanderung, die den Ort weitläufig umrundet. Zum Schluss lohnt sich die Einkehr im renovierten Jagdgasthaus Egender, die Käsknöpfle (auch bekannt als Käsespätzle) sind sensationell.

 

Weitere Informationen über die Region www.bregenzerwald.at

 

 

 

 

Zu Recht unter den Besten – Ski Arlberg

Das Online-Portal skigebiete-test.de hat aus 250 Skigebieten weltweit die zehn besten gekührt. Ski Arlberg ist dabei nach Zermatt auf dem zweiten Platz gelandet, meiner Meinung nach zu Recht. In nur wenigen Gebieten der Alpen in Deutschland, Österreich und der Schweiz lässt es sich so sonst so hervorragend Skifahren, wie auf den weißen Hängen rund um Lech und Zürs.

Ich habe dort vor knapp 30 Jahren das Skifahren gelernt und bin immer wieder gerne zurückgekehrt. Lech gehört sicher nicht zu den günstigen Wintersportorten, aber sicher zu den niveauvollsten und schönsten.  Und für 49,50 (Tagesticket Erwachsener) bekommt man schier endloses Skivergnügen, dafür sorgen 97 Seilbahnen und Lifte die einen Zugang zu ingesamt 340 Kilometer Skiabfahrten verschaffen. Die Pisten sind teilweise recht lang und besonders für geübte Skifahrer ein Vergnügen. Einer meiner Favoriten ist die Runde um den Rüfikopf, nach Zürs über den Zürsersee nach Stuben und wieder hoch nach Lech. Entlang dieser Runde verläuft auch eines der spektakulärsten Rennen „Der Weiße Ring“.

Aber nicht nur das: Ski Arlberg zählt in den Alpen auch als Freeride-Mekka; wer sich in der Gegend nicht auskennt sollte aber auf jeden Fall einen Bergführer mitnehmen, der sorgt nicht nur für etwas mehr Sicherheit sondern kennt bestimmt auch die besten unverspurten Hänge.

Die Wintersaison 2014/2015 startet heute, am 5.12.2014!

Die Lower Eastside zu Gast in Schwabing: Occam Deli

20140623_124631In der Occamstraße in Schwabing gibt es seit einiger Zeit ein neues Restaurant: Das Occam Deli. Ganz nach dem Konzept will das Occam Deli die Wünsche seiner Gäste zu jeder Tageszeit zufrieden stellen: Denn „Deli kommt von Delikatessen und Delis haben ihren Ursprung in der Lower East Side auf Manhattan, New York. Sie bieten Delikatessen der jüdischen, amerikanischen, italienischen, französischen oder orientalischen, schlichtweg kosmopolitischen Küche an. Und sie mischen sie mit den Ansprüchen des New Yorker Straßenlebens. Man kann also frühstücken, zu Mittag oder zu Abend essen, die nötigsten Grundnahrungsmittel einkaufen, so wie Speisen und Getränke mitnehmen.“ New York in Schwabing? Viel Theorie für ein Restaurantkonzept.

20140623_125623Beim Mittagessen kommt es vor allem auf zwei Dinge an: als Gast sollte man nicht zu lange auf das Essen warten, die Speisen sollten aber trotzdem ausgewogen und frisch sein. Dieser Balanceakt gelingt dem Occam Deli aber recht gut. Neben der Speisekarte wartet auf den Besucher täglich ein wechselndes Mittagsmenü – immer mit frischen und durchaus außergewöhnlichen Zutaten. Begeistert war ich von meiner Tarte mit Feigen, Limetten-Crème fraîche  und dem grünen Wildkräutersalat. Dazu gab es eine selbstgemachte Limonade. Schön frisch an einem heißen Sommertag. Ebenso fein war das Risotto mit Garnelen. Wer dann noch nicht satt ist oder noch Zeit hat, dem möchte ich die Kuchentafel empfehlen. Auf einem grossen Holztisch finden sich allerhand Kuchen und Torten. Bei dem Anblick läuft einem wirklich das Wasser im Mund zusammen.

20140623_125628Die Theorie hat das Occam Deli gut umgesetzt und ist für ein Mittagessen eine tolle Wahl. Morgens und auch abends habe ich es noch nicht besucht aber auch da wird sicher allerhand auf den Tisch gezaubert. Laut Karte ist das Konzept hier ähnlich wie in einem Tapas Lokal: viele kleine Gerichte, die man sich an einem Tisch teilt. Das klingt sehr vielversprechend. Gemütlich ist es in dem geräumigen, mit viel Holz gestalteten Lokal allemal. Und von der Lage her ein toller Ausgangspunkt für einen Spaziergang im englischen Garten.

Occam Deli
Feilitzschstr. 15
80802 München

www.occamdeli.com

 

Einen Ausflug wert: Trail-Vergnügen in der Silvretta-Bike-Arena

Photo Moritz Bender, pink bommel
Photo pink bommel

Wir Münchner fahren gerne Rad. Egal ob ins Münchner Umland, die Isar entlang oder mit dem MTB Richtung Tegernesee und die Münchner Hausberge: In der Umgebung gibt es viele schöne Radrouten und Trails für alle Könnerstufen. Abfahrtsorientierten Mountainbikern, die auf kilometerlange Trails stehen, möchte ich die Silvretta-Bike-Arena im Paznauntal empfehlen. Die Reise nach Ischgl eignet sich nicht unbedingt für einen Tagesausflug aber für ein verlängertes Wochenende im Sommer ist das Paznauntal genau richtig. Wir haben die Trails im August 2013 getestet und waren begeistert. Der nächste Ausflug ist für das Wochenende um den 15. August schon geplant!

Hier geht es zu meinem Testbericht der Silvretta Bike Arena auf bikesophy.com

 

Trailtour am Tegernsee: Die Hirschbergtrails

Mit der BOB (Bayrischen Oberlandbahn) ist man in gut einer Stunde am Tegernsee, wenn man rechtzeitig am Hauptbahnhof ist, kommt man auch mit seinem Rad in die Bahn. Rund um den Tegernsee warten lohnende Biketouren für viele Könnerstufen. Im Frühling lohnt sich eine Tour zum Hirschberg mit anschließender Abfahrt über die Hirschbergtrails. Die Tour ist mit 800 HM und knapp 40 km ideal im Frühling, da es noch nicht allzu hoch hinaus geht. Die Abfahrt ist nicht zu technisch, sondern schön flowig.

Ich bin die Tour im Frühling 2013 gefahren, da lag noch ordentlich Schnee. Dank viel Schatten ist die Tour aber auch ideal für heiße Sommertage. Danach lohnt sich ein Sprung in den Tegernsee. Den detailierten Bericht inklusive GPS Daten gibt es hier: http://www.bikesophy.com/unterwegs/fruehlingstour-am-tegernsee-die-hirschbergtrails

Gastronomie-Schmuckstück in der Innenstadt: Kleinschmecker

Mit dem Kleinschmecker ist München seit kurzem um ein ganz wunderbares Restaurant reicher. Ein junges und engagiertes Gastro-Gespann hat sich einen der begehrtesten Plätze in der Münchner Innenstadt gesichert: den Sebastiansplatz unweit von Schrannenhalle und Viktualienmarkt. Seit März 2014 zaubern Bastian Hartwig und Nepomuk Grau mit Ihrem Team im Kleinschmecker eine frische, inspirierende und sehr kreative Küche.

Mit dem Kleinschmecker haben sich die beiden einen Traum verwirklicht. „Wir wollten das Restaurant führen, in das wir am liebsten selbst gehen würden mit super Essen und ausgezeichneten Weinen“, so Geschäftsführer Bastian Hartwig über das Kleinschmecker. Das ist den beiden gelungen. Edel, aber nicht aufgesetzt, gemütlich dabei aber nicht urig ist das Kleinschmecker. Bei gut 35 Sitzplätzen ist die Atmosphäre sehr ruhig und entspannt. Ein warmes Grau-Grün dominiert den Gastraum, dazu viel Eichenholz, weiß abgesetzte Fenster und dezente Beleuchtung.

Freundlich fast herzlich begrüßt werden Gäste vom Service, der sichtlich Spaß an seiner Aufgabe und dem Restaurant hat. So steht Bastian Hartwig auch selbst hinter dem Tresen, hilft bei der Weinauswahl oder serviert selbst. Alle haben Freude dabei. Das merkt man sichtlich und spiegelt sich auch im Essen wieder.

Im Kleinschmecker gibt es neben den Gerichten auf der Karte auch eine wechselnde Tageskarte, die Auswahl ist reichlich, aber nicht überfordernd. Viel Fisch gab es bei uns an diesem Abend und jedes Gericht war auf seine Weise besonders. Das Duett vom Thunfisch in Form von Sashimi und Tatar ist ein Gedicht, das auf der Zunge zergeht. Dazu gibt es Edamame, Kaisosalat und Kalamansi. Sehr fein auch das New Style Sashimi mit Fjordforelle, Shiso, schwarzem Rettich und Schnittlauch. Der Pulpo mit gegrillter Wassermelone und Rucola war ein echte Geschmacksexplosion und besonders zart und dabei fein gewürzt. Ich bin ein großer Risottofan und koche das italienische Reisgericht auch sehr gerne selbst, aber was hier gezaubert wird, war wirklich toll. Das Hummer-Risotto mit Safran war intensiv aber sehr fein und für ein Risotto gar ungewöhnlich luftig. Großartig möchte man da rufen! Den Trick hat mir Bastian Hartwig aber nicht verraten. Beim Dessert knallte es dann richtig: der Fondant auch Chocolate mit warmen Schoko-Karamell-Kern wurde mit Knallbrause serviert. Das prickelt nicht nur fein am Gaumen sondern versetzt einen irgendwie in die Kindheit zurück. Das macht einfach Spaß! Und der warme Schokoladekuchen in Kombination mit Sorbet und einer Fruchtsauce war wirklich fein.

Die Jungs wissen, was sie im Kleinschmecker tun und das machen sie ausgesprochen gut! Dabei wissen sie einfach worauf es in München ans so einem Ort ankommt: Für die fast doppelt so große Terrasse vor dem Kleinschmecker darf auch das Brotzeitbrettl nicht fehlen.

Weiter so! Vielen Dank für diesen schönen Abend!

Kleinschmecker
Sebastiansplatz 3
80331 München
Tel: +49 89 26949120
http://www.restaurant-kleinschmecker.de/ 

Fotos © Leopold Fiala, http://www.leopoldfiala.com/ 

Mode für Individualistinnen: Rag Republic

Meine Damen, kürzlich habe ich einen Shop in München wieder für mich entdeckt: den Rag Republic Store in der Feilitzschstrasse 3. Bei den vielen Shops, die jeden Tag in München entstehen, verliert man den einen oder anderen Laden leider doch aus den Augen. Dabei gibt es bei Rag Republic bereits seit Jahren tolle Designermode für Frauen.

In der kleinen Boutique findet ihr alles, was an jungen und innovativen Designern Rang und Namen hat: Marc by Marc Jacobs, Lala Berlin, Rag & Bone, Kenzo, MSGM, Acne, Peter Jensen oder Carven um nur einige zu nennen. Doch bei Rag Republic hängen nicht einfach Labels, jedes Kleidungsstück ist sorgfältig ausgewählt und super kombiniert. Meiner Meinung nach hat Inhaberin Hermine ein Händchen für besondere Kleidungsstücke. Ganz gleich ob ein edles Kleid für den Abend oder luftige Shirts und Blusen für den Sommer: hier finden Frauen, die Spass an Mode haben und ein außergewöhnliches Kleidungsstück suchen, für viele Anlässe das richtige Outfit.

Natürlich dürfen dazu nicht die passenden Accessoires fehlen. Taschenliebhaberinnen finden hier auch ein durchaus beachtliches Sortiment an Marc by Marc Jacobs Taschen der aktuellen Kollektion – und das in (fast) allen Farben. Mein Fazit: Ein schöner Laden mit tollen Designerstücken und kompetenter Beratung. Dazu kommt die warme und freundliche Atmosphäre, in der es sich gut einkaufen lässt.

Rag Republic
Feilitzschstrasse 3
80802 München
Tel +49-89-38808880
www.ragrepublic.com

 

Kaffee und Kuchen in der Maxvorstadt: Der Gartensalon

Gartensalon_01Rosa grünes Interieur, herzliche Kellnerinnen mit blonden Pferdeschwänzen, pinke Tische und mit Rosenblättern garnierte Kuchen auf alten Tellern mit Goldrand: Der Gartensalon in der Maxvorstadt ist für mich das perfekte Café für ein Treffen mit Freundinnen um sich bei Latte Macchiato, Cappucino und Kuchen mal wieder auszutauschen. Versteckt in der Amalienpassage ist das Tagescafé aber schon lange kein Geheimtipp mehr. Kein Wunder, bei schönem Wetter lässt es sich auf der großzügigen Terrasse ganz wunderbar die saftigen Kuchen und Torten genießen, Mittagessen oder im Sommer auch Frühstücken.

Bestellt und gezahlt wird am Tresen, dazu muss man sich nur die Nummer von seinem Tisch merken. Bedient wird dann aber am Tisch. Die Auswahl der Speisen reicht von liebevoll zusammengestellten Frühstücksgerichten, Tomaten- und Schnittlauchbroten, Eierspeisen bis hin zu einer schönen Auswahl an feinen Kuchen und Torten. Mittags gibt es eine täglich wechselnde Speisekarte, viele Gerichte sind vegetarisch. Wir waren zum Kuchenessen dort und hatten einen schönen Nachmittag. Ganz gleich ob Nusskuchen, Apfelkuchen mit Streuseln oder eine köstliche Griestarte mit roten Johannisbeeren: Es schmeckt wie daheim von Mutter gebacken. Angerichtet wird alles mit Blumen und Blüten. Da steckt Liebe zum Detail und Freude drin. Das Konzept geht auf und gefällt mir gut; dazu noch der nette und freundliche Service!

Gartensalon
Türkenstraße 90
80799 München
Tel +49 89 28778604
http://www.gartensalon.net/