Theresa Bar in München: zu Hause bei James Bond

Ich habe die Theresa Bar im Mai das erste Mal besucht. Doch dieser Sommer schien mir einfach zu heiß für einen Artikel über eine Bar von diesem Format. Doch wenn die Nächte länger und die Tage kürzer werden, ist die Theresa Bar genau der richtige Ort für einen tollen Abend: gemütlich, elegant, nicht aufdringlich aber in jeder Hinsicht geschmackvoll. Mit der Theresa Bar hat das gleichnamige Restaurant eine kleine Schwester bekommen, eben eine kleine Bar. Die Drinks sind kreativ, fein und saisonal ausgerichtet, dazu gesellt sich eine wirklich ansehnliche Weinauswahl. Doch die Bar kann mehr. Wer hier nur zum Trinken kommt, verpasst etwas. Das Bar-Food ist unglaublich gut und kreativ. Die Gerichte sind frisch, leicht und werden auf kleinen Tellern serviert. Eben genau angemessen für eine Bar. Und nach einem Menü dieser Art lässt es sich so viel besser ins Münchner Nachtleben starten als nach einem Ribeye-Steak, Pommes und Steakbutter. Nicht falsch verstehen: das Theresa Restaurant ist super aber nach 300 Gramm Steak und schwerem Rotwein ist man manchmal nicht mehr ganz auf der Höhe.

Mindestens genauso gut hat mir aber das Ambiente gefallen: Beim Betreten dachte ich sofort „Willkommen bei James Bond“. Der 70er Jahre Stil ist retro aber schick. Wandvertäfelungen aus dunklen Hölzern geben dem rechtwinkeligen Raum einen edlen Touch. Auch die Fenster wurden mit schmalen Lamellen vertäfelt, das gibt dem Raum eine private Atmosphäre. Die Gäste sitzen auf niedrigen samtigen Sofas, Sesseln oder Barhockern. Im ebenso flauschigen Hochflorteppich versinkt man fast, aber es ist auch schön zu ruhigen angenehmen Klängen durch den Raum zu schleichen. Von der Decke, über das Mobiliar bis hin zum Teppich: alles ist in warmen Braun- und Rottönen gehalten dazu gesellen sich moosgrüne oder geblümte Sofas. Die Bar kombiniert geschickt gemütliche Rückzugszonen mit vibrierendem Barleben – dafür ist auf dem breiten Gang und an der Bar auf ebenso samtigen Barhockern noch genug Platz. Zum Interieur gehört auch ein Lichtkonzept, das wichtige Elemente, wie den Tresen oder die Wände gekonnt mit Designerleuchten inszeniert. James Bond würde sich hier wohlfühlen! Ganz sicher! Die Bar ist sympathisch und macht Spaß. Hier mischt sich ein buntes Publikum: ob nach dem Büro, für ein Geschäftsessen (ja wirklich!), vor dem Ausgehen oder nach dem Shopping-Trip: hier fühlt sich jeder wohl. Dazu tragen auch die Herren hinter der Bar bei: es geht locker und lustig zu, bleibt aber immer professionell. Und als Gast wird man hier ganz wunderbar umsorgt! Seit meinem ersten Besuch bin ich Wiederholungstäter! Hinter der Bar steckt die Macher des Occam Deli, Freebrid und Kaisergarten. Das konnte aus meiner Sicht nur ein Erfolg werden! Danke für diese tolle Bar und die Bereicherung für das Münchner Nachtleben.

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Theresa Bar

Theresienstrasse 31
80331 München
www.theresa-restaurant.com

 

Gehört im Glockenbachviertel zum Inventar: Das Hey Luigi!

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Update: am 17.10 hat das Hey Luigi seinen 10 Geburtstag gefeiert! Herzlichen Glückwunsch und weiter so!.

Ein ganz bestimmter „Laden“ ist aus dem Glockenbachviertel eigentlich nicht mehr wegzudenken: Das Hey Luigi in der Holzstrasse 29. Ganz gleich ob auf ein paar Drinks und/oder auf eine ordentliche Portion Essen zusammen: Seit ich denken kann, zieht es mich und viele meiner Freunde immer wieder in das Hey Luigi. Das dunkle aber doch sehr gemütliche Lokal bietet eigentlich genau die richtige Mischung aus Bar und Restaurant. Es ist wirklich immer etwas los, an jedem Tag der Woche. Im vorderen Teil befindet sich die Bar mit einem einladenden Tresen. Dort gibt es ein paar Sitzgelegenheiten und über dem Eingang hängt ein großer (nicht echter) Stierkopf.

Hey_Luigi_2Im hinteren Teil finden sich weitere Tische und an der Wand ein kleiner Zoo aus Gummitieren in Wandfarbe, auf den Tischen stehen Blumen und Teelichter. Hier lässt sich der Tag ausklingen oder eine rauschende Nacht starten. Im Sommer lässt es sich auch vorzüglich draussen vor dem Lokal sitzen und den Münchern Sommer genießen.
Essenstechnisch ist das Hey Luigi solide und gut, die Karte bietet eine Mischung aus Vorspeisen, Pasta, Salaten und Fleischgerichten. Alle Speisen gut, reichlich, frisch zubereitet und passen zum Konzept aus Bar und Restaurant; mit seiner Wahl etwas falsch machen kann man hier sicher nicht. Für Belustigung beim ersten Besuch sorgen sicher die Titel der Gerichte – besonders die Salate tragen „seltsame“ Namen wie Rocco Siffredi oder Meister Lee. In riesigen Portionen kommen die Pasta-Gerichte wie Linguine Tomate oder Tagliatelle Estragon. Wer ein kleines Gericht möchte, isst eine Suppe oder den gemischten Vorspeisenteller. Alles sehr sehr gut. Und auch das Schnitzel kann sich sehen lassen; dazu gibt es wahlweise Bratkartoffeln oder hausgemachten Kartoffelsalat und natürlich Preiselbeeren. Selbstverständlich gibt es neben Salaten auch reichlich fleischlose Gerichte wie Käsespätzle, Bratkartoffeln oder Halloumi. Noch nie versucht habe ich die hausgemachte Steinofenpizza – die gibt es immer sonntags.

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Ich hatte hier schon viele lustige und schöne Abende und werde das Hey Luigi immer wieder besuchen! Danke! Reservieren empfiehlt sich aber immer!

Hey Luigi

Holzstrasse 29
80469 München
+49-89-46134741
http://www.heyluigi.de/

Kaffee und Kuchen in der Maxvorstadt: Der Gartensalon

Gartensalon_01Rosa grünes Interieur, herzliche Kellnerinnen mit blonden Pferdeschwänzen, pinke Tische und mit Rosenblättern garnierte Kuchen auf alten Tellern mit Goldrand: Der Gartensalon in der Maxvorstadt ist für mich das perfekte Café für ein Treffen mit Freundinnen um sich bei Latte Macchiato, Cappucino und Kuchen mal wieder auszutauschen. Versteckt in der Amalienpassage ist das Tagescafé aber schon lange kein Geheimtipp mehr. Kein Wunder, bei schönem Wetter lässt es sich auf der großzügigen Terrasse ganz wunderbar die saftigen Kuchen und Torten genießen, Mittagessen oder im Sommer auch Frühstücken.

Bestellt und gezahlt wird am Tresen, dazu muss man sich nur die Nummer von seinem Tisch merken. Bedient wird dann aber am Tisch. Die Auswahl der Speisen reicht von liebevoll zusammengestellten Frühstücksgerichten, Tomaten- und Schnittlauchbroten, Eierspeisen bis hin zu einer schönen Auswahl an feinen Kuchen und Torten. Mittags gibt es eine täglich wechselnde Speisekarte, viele Gerichte sind vegetarisch. Wir waren zum Kuchenessen dort und hatten einen schönen Nachmittag. Ganz gleich ob Nusskuchen, Apfelkuchen mit Streuseln oder eine köstliche Griestarte mit roten Johannisbeeren: Es schmeckt wie daheim von Mutter gebacken. Angerichtet wird alles mit Blumen und Blüten. Da steckt Liebe zum Detail und Freude drin. Das Konzept geht auf und gefällt mir gut; dazu noch der nette und freundliche Service!

Gartensalon
Türkenstraße 90
80799 München
Tel +49 89 28778604
http://www.gartensalon.net/

Entspannt das Treiben auf der Müllerstrasse beobachten: die Bar Corso

Bar Corso_München_01Die Müllerstrasse ist die Hauptschlagader im Glockenbachviertel, ist sie doch die Verbindung zwischen Isartor, Fraunhoferstrasse und Gärtnerplatz. Wer hier in einem Café oder Restaurant sitzt, bekommt viel zu sehen: Allerhand buntes Volk geht tags und nachts die Straße herunter. Ein toller Aussichtsplatz ist auf jeden Fall die Bar Corso in der Müllerstrasse 51.

Die großen Schaufenster und das helle Ladenlokal laden Passanten im Vorbeigehen zum Betreten ein; im Sommer kann man auf ein paar Tischen auch draußen Platz nehmen. Bar Corso_München_02Abends lockt eine schöne Bar in die hinteren Räume der Bar Corso. Das Ambiente ist freundlich und klar. Beim Betreten fällt der Blick auf die bunt dekorierte Theke mit allerhand Kuchen und Süßspeisen. Eine kleine Karte bietet eine Frühstücksauswahl, täglich wechselnd gibt es drei Menügerichte für den Mittagstisch, wahlweise mit Suppe, Salat oder Dessert. Da findet sich für jeden etwas. Die Gerichte sind abwechslungsreich und für einen schnellen Mittagstisch passend.

Bar Corso_München_03Das Essen im Corso würde ich als OK beschreiben. Es ist zwar gut, hat mich aber noch nicht vom Hocker gehauen. Meiner Minestrone fehlte ein wenig die Würze. Dabei kann diese feine italienische Suppe so wunderbar aromatisch schmecken. Der Schokoladenkuchen dagegen war sehr lecker, auch beim Kaffee hatte ich nichts auszusetzen.

Ich würde die Bar Corso also eher als das empfehlen, was sie eigentlich ist: eine Bar und ein Café. Ich hatte dort nämlich schon mal ein paar richtig gute Drinks und Kaffee und Kuchen schmecken hier auch wunderbar.

Bar Corso
Müllerstraße 51
80469 München
+49 89 24216115
www.barcorso.de

 

Ein Hauch von Italien im Lehel: Das La Stanza

Das Lehel ist in München ein besonderer Ort. Vornehm und zurückhaltend geht es hier zu. Es ist schicke Wohngegend und grüne Oase der Ruhe zu gleich. Das Herz bildet der St. Anna Platz, der ganz besonders an schönen Tagen zu lauschigen Abenden in der Stadt einlädt. Donnerstags Mittwochs  (Danke @viamatia) ist hier Wochenmarkt, ein Besuch und ein Stück Kuchen lohnt sich auf jeden Fall. Fast wie in Italien fühlt man sich dann. Dazu bei trägt sich auch das Ristorante La Stanza bei.

La StanzaSchick aber nicht übertrieben geht es hier zu. Das Restaurant ist mit Geschmack eingerichtet, einzig verwirrend finde ich die Barock-Foto-Tapete im hinteren Teil des Ladens. Aber auch da wird man sich etwas dabei gedacht haben. La Stanza passt – das Lokal ist wirklich nicht groß, jedoch aber zu jeder Tageszeit sehr beliebt. Ich würde es nicht als klassischen Italiener bezeichnen, aber da München die nördlichste Stadt Italiens ist, passt es doch wieder recht gut. Morgens ist es ein Café, mittags für ein Essen unter Freunden aber auch Kollegen passend und Abends als Bar. Besonders am Wochenende verabredet München sich hier schick gekleidet zum Abendessen oder trifft sich für ein Date. Die Tageskarte wechselt sinngemäß auch täglich und wird einem von den freundlichen und sehr zuvorkommenden Kellnern auf einer handbeschriebenen Holztafel präsentiert.

Auf der Karte finden sich klassische Vorspeisen, Salate und auch Pastagerichte dürfen bei einem Italiener nicht fehlen. Als Hauptgericht gibt es Fleisch und auch frischer Fisch wird serviert. Dazu reicht man Gemüse der Saison oder einen frischen Salat. Das alles zu überaus vernünftigen Preisen. Die Zeit bis das Essen serviert wird, vertreibt man sich mit frischem Brot und feinem Olivenöl. Wir hatten uns an diesem Abend für Miesmuscheln in Tomaten sowie Pasta mit Gambas und Zucchini entschieden. Alles schien frisch, nur die Muscheln waren etwas zu gut gewürzt, die Tomatensauce fast salzig. Ausreichend Gamabas, die auf den Punkt waren gab es zu den Linguine. Alles in allem aber ein schöner Abend.

Zu später Stunde wir das La Stanza dann eher ein Bar in der Mann und Frau sich gerne tummelt und es sich gut gehen lässt. Positiv finde ich auch, dass der Besitzer hier selbst nach dem Rechten sieht. Ein schönes Lokal, dass meiner Meinung nach zum St. Anna Platz und in das Lehel gehört.

La Stanza
Caffe Ristorante
ST. Anna-Str. 13
80538 München
Tel: 089 – 255 423 93

http://www.la-stanza.com/

Spanische Mini-Bar: Das Palau

Palau MünchenGeht man die Thalkirchnerstraße im berühmten Bermudadreieck entlang, fällt einem sicher eine Gruppe von Menschen auf, die lustig Plaudernd und Lachend roten Schaumwein aus kleinen, edlen Gläsern trinkt. Herzlichen Glückwunsch: Ihr steht vor dem Palau, der neuen spanischen Bar im Glockenbachviertel, die derzeit in aller Munde ist.

Kein Wunder: Man nehme eine kleine Bar, eine schöne Auswahl Bocadillos (spanische Sandwiches), flaschenweise Rosat und bietet das zu echt fairen Preisen an und der Laden läuft. Das Konzept aus spanischer Bar mit spanischen Snacks und günstigen Getränken geht auf. Nun gut, Rosat muss man mögen, aber zwei bis drei Gläser des süßlichen, spanischen Schaumweins machen Spaß. Der Laden ist sympathisch. Ganz anders als bei Starbucks, ist es nicht komisch, dass Drinks und Essen auf den eigenen Namen bestellt werden. Das macht den Laden persönlich und ist einfach nett. Die Karte bietet außer besagtem Rosat noch fritz-cola und Crew Ale Beer sowie verschiedene Bocadillos , die direkt hinter der Theke auf dem Grill zubereitet werden. Das ist alles in allem ziemlich simpel, lässig und gut.

Palau MünchenDas haben inzwischen viele Menschen herausgefunden: Das Palau ist an jedem Tag der Woche voll bis unter die Decke – viel Platz hat es auch nicht. An schönen Tag drängen sich die Leute vor dem Laden. Der Besitzer hat laut eigener Aussage auch schon zwei Meter mehr Gehsteig beantragt – hoffentlich bekommt er diese auch bald. Insgesamt ist es schön, neue und gute Bars im Glockenbachviertel entstehen zu sehen, die nicht durch viel Schnick-Schnack und Schicki Micki nerven. Weiter so!

Bar Palau
Thalkirchnerstraße 16
80337 München

Auf ein schnelles Helles mit Vodkarella im Café Kosmos

Cafe KosmosDie Gegend um den Münchner Hauptbahnhof ist sicher kein Ausgehviertel für ausgedehnte Bartouren. An der Kreuzung Mars-, Ecke Dachauerstrasse befindet sich aber eine Bar, die ihresgleichen in München nicht nochmal findet. Die Rede ist vom Café Kosmos. „Eine Bar wie in Berlin“ – diesen Vergleich hat das Café Kosmos wohl schon oft gehört. Das mag an dem eher spartanischen und alten Mobiliar liegen, den nackten, grauen Wänden und der Atmosphäre. Ein weiterer Grund sind sicher auch die günstigen Getränkepreise: Ein 0,25 Helles kostet 1,20 Euro. Die Knolle Astra nur 1,50 Euro.  Preise, die man im Münchner Nachtleben nur selten findet. Doch wir sind hier in München und die Hauptstadt, so aufregend sie sein mag, soll hier kein Maßstab für eine gute Bar sein.

Das Kosmos ist ein entspannter Laden mit bunt gemischtem Volk allen Alters und immer guter Musik. Nicht zu verachten sind auch die guten Drinks. Die Männer hinter der Bar verstehen ihr Handwerk . Wer sich auskennt, zum Beispiel mit Gin, wird hier wirklich glücklich und gerne auch mal in ein intensives Gespräch verwickelt. So kann man im Café Kosmos auch den britischen Sipsmith London Dry Gin genießen. Und auf den ist der Barmann stolz. Wer neben all dem günstigen Bier und den guten Drinks Hunger bekommt, dem empfehle ich einen dieser leckeren Teller mit Käse, Oliven, Salami, Schinken und Peperoni zu bestellen.

Cafe KosmosAber wer ist eigentlich diese Vodkarella? Vodkarella ist eine Barbiepuppe; eine Kreation des Münchner Künstlers Jörg Loose. Sie befindet sich – etwas versteckt – im hinteren Teil links neben der Bar. Die Barbie trägt ein seltsames Kostüm, hat eine Haube über dem Kopf und ist in einem beleuchteten Glaskasten eingesperrt; neben dran ist ein Türmchen mit Stamperln aus Plastik. Wenn man einen Euro reinwirft dann, ja dann pinkelt sie eben Vodka. Die Idee ist ebenso schräg, wie die Puppe an sich. Trotzdem irgendwie gut. Allein schon deswegen ist die Bar einen Besuch wert.

Ansonsten ist das Café Kosmos eine sichere Adresse, wenn man unter der Woche abends noch einen Drink genießen will; es ist wirklich immer gut besucht. Wenn man sich durch den schmalen Gang zwischen Bar und Wand in den hinteren Teil durchdrängt , kommt man auch schnell mit den anderen Gästen ins Gespräch. Das ist oft lustig, manchmal auch etwas nervig. Generell heißt es im Kosmos aber: Eng zusammenrücken! Wenn es unten zu voll wird, geht man über die eiserne Wendeltreppe in den zweiten Stock. Dort befindet sich Wohnzimmer mit alten Stühlen und Sofas. Aber auch tagsüber dient es als gemütliches Café für entspannte Stunden. 

Café Kosmos
Dachauerstrasse 7
80335 München
http://www.cafe-kosmos.de/

 

 

 

 

 

 

Von Münchner Vodka und einer neuen Bar in Schwabing

Mit Monaco Vodka hat München jetzt einen eigenen Vodka. Wir hatten bereits die Gelegenheit, ihn zu kosten; er schmeckt wirklich gut. Dahinter stecken die Munich Distillers, die am 21. Dezember in der Occamstraße 2 eine eigene Bar eröffnet haben: Die Distillers Bar. In den Hallen des ehemaligen und eher heruntergekommenen  Ipanema Grill befindet sich jetzt eine edle Location. Wer den Brasilianer kannte, wird die neue Bar nicht wieder erkennen. Die Zeiten vergilbter Fotos von den Stränden Brasiliens sind vorbei: Die Munich Distillers haben die Räumlichkeiten komplett renoviert; sie setzen auf klare Farben und Formen und edle Materialien. Dezent graue Wände und edles dunkles Holz sowie Naturstein dominieren das Ambiente. Toll ist auch die gigantische Destille, die im Eingangsbereich steht. Sie ist nicht einfach nur Deko, hier wird tagsüber der Münchner Vodka destilliert.

In der Bar selbst gibt es nicht nur den Münchner Vodka sondern auch ausgezeichnete Drinks: der Barchef kommt aus dem Barista und versteht sein Handwerk ausgesprochen gut. Ein Blick in die Karte oder einfach eine Empfehlung lohnt sich durchaus.

Monaco Vodka unweit der Münchner Freiheit? Dazu kann nur einer passen: Monaco Franze, der ewige Stenz Franz Münchinger. Sein Konterfei haben die Munich Distillers auch als Logo für die Bar und ihren Vodka gewählt. Passend dazu kann man hier auch die T-Shirts und Accessoires von Franz Münchinger erwerben; kleine Andenken an eine große Zeit. Die ganze Idee ist ein wenig wie mein Blog – da stecken Menschen dahinter, die diese Stadt lieben. Auch schön, dass das Viertel rund um die Münchner Freiheit eine neue Bar hat, in der man gute Drinks genießen kann. Ich wünsche den Munich Distillers mit alles Gute und Erfolg mit ihrer Idee.

Distillers Bar
Occamstraße 2
80802 München

 

Mediterranes Wirtshaus mit Grill: Die Cooperativa

In der Cooperativa rutscht die Gäste zusammen, das gehört zum Konzept. Reservieren kann man hier nicht. Wer aber Zeit und etwas Geduld mitbringt, dem finden die sympathischen Bedienungen schnell einen Platz – gerne auch bei anderen Leuten am Tisch. Davor kann man noch einen Drink an der Bar nehmen und sich auf das Essen freuen. Denn auf den Tisch kommen leckere mediterrane Gerichte: Salate mit viel frischem Gemüse, gegrilltem Fisch und Fleisch oder auch rein vegetarischen Beilagen. Dazu gibt es immer einen leckeren Dip und getoastetes Brot. Eine feine Kombination.

Dass die Cooperativa so gut besucht ist, liegt bestimmt an den leckeren Gerichten. Auf der Karte stehen gut 15 verschiedene Speisen. Das System ist immer gleich: reichlich grüner und knackiger Salat, frisch gegrilltes Gemüse, Fisch oder Fleisch kombiniert mit einem feinen Dip und getoasteten Brot. Das schmeckt vorzüglich. Auch weil die Zusammenstellung der Zutaten sehr fein und außergewöhnlich ist und immer gut gewürzt. Wir hatten gegrillte Pute mit getrockneten Tomaten, Mango, Chilli, Peperoni und dem besagtem Salat. Dazu gab es ein Zitronenblatt, Erdnuss-Dip. Himmlisch. Sehr gut waren auch die mit Ricotta gefüllten Auberginen mit gegrilltem Gemüse. Da das Cooperativa eine Bar ist, gibt es auch super Drinks. Da darf dann auch ein Whiskey als Absacker nicht fehlen.

Die Cooperativa kommt richtig gut an: an jedem Tag der Woche (es gibt keinen Ruhetag) ist das Restaurant randvoll. Gäste sitzen an einfachen Holztischen und Holzbänken und das gerne auch in großen Gruppen. Die Bar verbindet mediterrane Küche mit bayrischer Wirtshauskultur: da ruckt man einfach zusammen. Dadurch herrscht in der Cooperativa immer Trubel, Tischnachbarn kommen schnell ins Gespräch. Wird es mal richtig eng, bekommt man dann auch ein Stück Kuchen als Dankeschön, dass man auch einen kleinen Tisch mit anderen Menschen teilt. So ging es mir beim letzten Mal.

Einmal dort gewesen, besucht man die Cooperativa immer wieder. Garantiert! Die Stimmung ist einfach gut und es ist eine schöne Gelegenheit zum Ausgehen, die Essen und Bar verbindet.

Cooperativa
Jahnstrasse 35
80469 München
http://www.cooperativa.de/

 

Eine Bar wie ein Song: Das Freebird

Bars und Restaurants gibt es in der Maxvorstadt viele. Aber nicht jede Bar ist so entspannt und hat hinter der Bar drei Künstler stehen, die stundenlang mit höchster Konzentration ausgesprochen gute Cocktails mixen und dazu gutes Essen servieren. Das Freebird ist so eine Bar. Außen doch eher unscheinbar, lassen sich darin gut einige Stunden mit ausgezeichneten Drinks und lustigen Menschen verbringen. Im Freebird läuft Indie und Rock – sehr sehr sympathisch.

Das Freebird ist nach einem Lynrd Skynrd Song benannt und soll für gemütliche Abende in entspannter Atmosphäre stehen. Das kommt ziemlich gut hin – zumindest zu früher Stunde. An einem Wochenende ist die Bar anfangs noch relativ ruhig und entspannt, im Hintergrund läuft dann Junip und Darwin Deez. Dann lassen sich an der Bar auch die ausgezeichneten Gerichte wie Pasta oder der Freebird Burger genießen; dazu ein schönes Glas Riesling oder Sauvignon Blanc. Genau richtig nach einem langen Tag. Das Ambiente mit Sofas und gedimmten Licht ist gemütlich.

Aber „Freebird always seduces to turn a calm evening into a long rocking night!“ das schreiben sie über sich auf der eigenen Website. Treffender könnte man es nicht formulieren. Ab 22 Uhr füllt sich der Laden relativ schnell und ab 23 Uhr ist es randvoll, die Musik etwas wilder. Sie schälen Ingwer für ausgezeichneten Moscow Mule, pressen Limetten für Cuba Libre, der es in sich hat, oder räuchern Rosmarinzweige mit einem Bunsenbrenner – keine Ahnung wie der Drink dazu heißt. War aber sehr beliebt an diesem Abend.

Wir haben das Freebird erst in den frühen Morgenstunden und nach einem langen Abend mit vielen lustigen Gesprächen verlassen. Eine Bar für einen gelungenen Abend.

Freebird
Nordendstrasse 12
80799 München
Tel.: 089 / 27374520
www.freebird-munich.com