Theresa Bar in München: zu Hause bei James Bond

Ich habe die Theresa Bar im Mai das erste Mal besucht. Doch dieser Sommer schien mir einfach zu heiß für einen Artikel über eine Bar von diesem Format. Doch wenn die Nächte länger und die Tage kürzer werden, ist die Theresa Bar genau der richtige Ort für einen tollen Abend: gemütlich, elegant, nicht aufdringlich aber in jeder Hinsicht geschmackvoll. Mit der Theresa Bar hat das gleichnamige Restaurant eine kleine Schwester bekommen, eben eine kleine Bar. Die Drinks sind kreativ, fein und saisonal ausgerichtet, dazu gesellt sich eine wirklich ansehnliche Weinauswahl. Doch die Bar kann mehr. Wer hier nur zum Trinken kommt, verpasst etwas. Das Bar-Food ist unglaublich gut und kreativ. Die Gerichte sind frisch, leicht und werden auf kleinen Tellern serviert. Eben genau angemessen für eine Bar. Und nach einem Menü dieser Art lässt es sich so viel besser ins Münchner Nachtleben starten als nach einem Ribeye-Steak, Pommes und Steakbutter. Nicht falsch verstehen: das Theresa Restaurant ist super aber nach 300 Gramm Steak und schwerem Rotwein ist man manchmal nicht mehr ganz auf der Höhe.

Mindestens genauso gut hat mir aber das Ambiente gefallen: Beim Betreten dachte ich sofort „Willkommen bei James Bond“. Der 70er Jahre Stil ist retro aber schick. Wandvertäfelungen aus dunklen Hölzern geben dem rechtwinkeligen Raum einen edlen Touch. Auch die Fenster wurden mit schmalen Lamellen vertäfelt, das gibt dem Raum eine private Atmosphäre. Die Gäste sitzen auf niedrigen samtigen Sofas, Sesseln oder Barhockern. Im ebenso flauschigen Hochflorteppich versinkt man fast, aber es ist auch schön zu ruhigen angenehmen Klängen durch den Raum zu schleichen. Von der Decke, über das Mobiliar bis hin zum Teppich: alles ist in warmen Braun- und Rottönen gehalten dazu gesellen sich moosgrüne oder geblümte Sofas. Die Bar kombiniert geschickt gemütliche Rückzugszonen mit vibrierendem Barleben – dafür ist auf dem breiten Gang und an der Bar auf ebenso samtigen Barhockern noch genug Platz. Zum Interieur gehört auch ein Lichtkonzept, das wichtige Elemente, wie den Tresen oder die Wände gekonnt mit Designerleuchten inszeniert. James Bond würde sich hier wohlfühlen! Ganz sicher! Die Bar ist sympathisch und macht Spaß. Hier mischt sich ein buntes Publikum: ob nach dem Büro, für ein Geschäftsessen (ja wirklich!), vor dem Ausgehen oder nach dem Shopping-Trip: hier fühlt sich jeder wohl. Dazu tragen auch die Herren hinter der Bar bei: es geht locker und lustig zu, bleibt aber immer professionell. Und als Gast wird man hier ganz wunderbar umsorgt! Seit meinem ersten Besuch bin ich Wiederholungstäter! Hinter der Bar steckt die Macher des Occam Deli, Freebrid und Kaisergarten. Das konnte aus meiner Sicht nur ein Erfolg werden! Danke für diese tolle Bar und die Bereicherung für das Münchner Nachtleben.

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Theresa Bar

Theresienstrasse 31
80331 München
www.theresa-restaurant.com

 

Gehört im Glockenbachviertel zum Inventar: Das Hey Luigi!

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Update: am 17.10 hat das Hey Luigi seinen 10 Geburtstag gefeiert! Herzlichen Glückwunsch und weiter so!.

Ein ganz bestimmter „Laden“ ist aus dem Glockenbachviertel eigentlich nicht mehr wegzudenken: Das Hey Luigi in der Holzstrasse 29. Ganz gleich ob auf ein paar Drinks und/oder auf eine ordentliche Portion Essen zusammen: Seit ich denken kann, zieht es mich und viele meiner Freunde immer wieder in das Hey Luigi. Das dunkle aber doch sehr gemütliche Lokal bietet eigentlich genau die richtige Mischung aus Bar und Restaurant. Es ist wirklich immer etwas los, an jedem Tag der Woche. Im vorderen Teil befindet sich die Bar mit einem einladenden Tresen. Dort gibt es ein paar Sitzgelegenheiten und über dem Eingang hängt ein großer (nicht echter) Stierkopf.

Hey_Luigi_2Im hinteren Teil finden sich weitere Tische und an der Wand ein kleiner Zoo aus Gummitieren in Wandfarbe, auf den Tischen stehen Blumen und Teelichter. Hier lässt sich der Tag ausklingen oder eine rauschende Nacht starten. Im Sommer lässt es sich auch vorzüglich draussen vor dem Lokal sitzen und den Münchern Sommer genießen.
Essenstechnisch ist das Hey Luigi solide und gut, die Karte bietet eine Mischung aus Vorspeisen, Pasta, Salaten und Fleischgerichten. Alle Speisen gut, reichlich, frisch zubereitet und passen zum Konzept aus Bar und Restaurant; mit seiner Wahl etwas falsch machen kann man hier sicher nicht. Für Belustigung beim ersten Besuch sorgen sicher die Titel der Gerichte – besonders die Salate tragen „seltsame“ Namen wie Rocco Siffredi oder Meister Lee. In riesigen Portionen kommen die Pasta-Gerichte wie Linguine Tomate oder Tagliatelle Estragon. Wer ein kleines Gericht möchte, isst eine Suppe oder den gemischten Vorspeisenteller. Alles sehr sehr gut. Und auch das Schnitzel kann sich sehen lassen; dazu gibt es wahlweise Bratkartoffeln oder hausgemachten Kartoffelsalat und natürlich Preiselbeeren. Selbstverständlich gibt es neben Salaten auch reichlich fleischlose Gerichte wie Käsespätzle, Bratkartoffeln oder Halloumi. Noch nie versucht habe ich die hausgemachte Steinofenpizza – die gibt es immer sonntags.

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Ich hatte hier schon viele lustige und schöne Abende und werde das Hey Luigi immer wieder besuchen! Danke! Reservieren empfiehlt sich aber immer!

Hey Luigi

Holzstrasse 29
80469 München
+49-89-46134741
http://www.heyluigi.de/

Die Lower Eastside zu Gast in Schwabing: Occam Deli

20140623_124631In der Occamstraße in Schwabing gibt es seit einiger Zeit ein neues Restaurant: Das Occam Deli. Ganz nach dem Konzept will das Occam Deli die Wünsche seiner Gäste zu jeder Tageszeit zufrieden stellen: Denn „Deli kommt von Delikatessen und Delis haben ihren Ursprung in der Lower East Side auf Manhattan, New York. Sie bieten Delikatessen der jüdischen, amerikanischen, italienischen, französischen oder orientalischen, schlichtweg kosmopolitischen Küche an. Und sie mischen sie mit den Ansprüchen des New Yorker Straßenlebens. Man kann also frühstücken, zu Mittag oder zu Abend essen, die nötigsten Grundnahrungsmittel einkaufen, so wie Speisen und Getränke mitnehmen.“ New York in Schwabing? Viel Theorie für ein Restaurantkonzept.

20140623_125623Beim Mittagessen kommt es vor allem auf zwei Dinge an: als Gast sollte man nicht zu lange auf das Essen warten, die Speisen sollten aber trotzdem ausgewogen und frisch sein. Dieser Balanceakt gelingt dem Occam Deli aber recht gut. Neben der Speisekarte wartet auf den Besucher täglich ein wechselndes Mittagsmenü – immer mit frischen und durchaus außergewöhnlichen Zutaten. Begeistert war ich von meiner Tarte mit Feigen, Limetten-Crème fraîche  und dem grünen Wildkräutersalat. Dazu gab es eine selbstgemachte Limonade. Schön frisch an einem heißen Sommertag. Ebenso fein war das Risotto mit Garnelen. Wer dann noch nicht satt ist oder noch Zeit hat, dem möchte ich die Kuchentafel empfehlen. Auf einem grossen Holztisch finden sich allerhand Kuchen und Torten. Bei dem Anblick läuft einem wirklich das Wasser im Mund zusammen.

20140623_125628Die Theorie hat das Occam Deli gut umgesetzt und ist für ein Mittagessen eine tolle Wahl. Morgens und auch abends habe ich es noch nicht besucht aber auch da wird sicher allerhand auf den Tisch gezaubert. Laut Karte ist das Konzept hier ähnlich wie in einem Tapas Lokal: viele kleine Gerichte, die man sich an einem Tisch teilt. Das klingt sehr vielversprechend. Gemütlich ist es in dem geräumigen, mit viel Holz gestalteten Lokal allemal. Und von der Lage her ein toller Ausgangspunkt für einen Spaziergang im englischen Garten.

Occam Deli
Feilitzschstr. 15
80802 München

www.occamdeli.com

 

Gastronomie-Schmuckstück in der Innenstadt: Kleinschmecker

Mit dem Kleinschmecker ist München seit kurzem um ein ganz wunderbares Restaurant reicher. Ein junges und engagiertes Gastro-Gespann hat sich einen der begehrtesten Plätze in der Münchner Innenstadt gesichert: den Sebastiansplatz unweit von Schrannenhalle und Viktualienmarkt. Seit März 2014 zaubern Bastian Hartwig und Nepomuk Grau mit Ihrem Team im Kleinschmecker eine frische, inspirierende und sehr kreative Küche.

Mit dem Kleinschmecker haben sich die beiden einen Traum verwirklicht. „Wir wollten das Restaurant führen, in das wir am liebsten selbst gehen würden mit super Essen und ausgezeichneten Weinen“, so Geschäftsführer Bastian Hartwig über das Kleinschmecker. Das ist den beiden gelungen. Edel, aber nicht aufgesetzt, gemütlich dabei aber nicht urig ist das Kleinschmecker. Bei gut 35 Sitzplätzen ist die Atmosphäre sehr ruhig und entspannt. Ein warmes Grau-Grün dominiert den Gastraum, dazu viel Eichenholz, weiß abgesetzte Fenster und dezente Beleuchtung.

Freundlich fast herzlich begrüßt werden Gäste vom Service, der sichtlich Spaß an seiner Aufgabe und dem Restaurant hat. So steht Bastian Hartwig auch selbst hinter dem Tresen, hilft bei der Weinauswahl oder serviert selbst. Alle haben Freude dabei. Das merkt man sichtlich und spiegelt sich auch im Essen wieder.

Im Kleinschmecker gibt es neben den Gerichten auf der Karte auch eine wechselnde Tageskarte, die Auswahl ist reichlich, aber nicht überfordernd. Viel Fisch gab es bei uns an diesem Abend und jedes Gericht war auf seine Weise besonders. Das Duett vom Thunfisch in Form von Sashimi und Tatar ist ein Gedicht, das auf der Zunge zergeht. Dazu gibt es Edamame, Kaisosalat und Kalamansi. Sehr fein auch das New Style Sashimi mit Fjordforelle, Shiso, schwarzem Rettich und Schnittlauch. Der Pulpo mit gegrillter Wassermelone und Rucola war ein echte Geschmacksexplosion und besonders zart und dabei fein gewürzt. Ich bin ein großer Risottofan und koche das italienische Reisgericht auch sehr gerne selbst, aber was hier gezaubert wird, war wirklich toll. Das Hummer-Risotto mit Safran war intensiv aber sehr fein und für ein Risotto gar ungewöhnlich luftig. Großartig möchte man da rufen! Den Trick hat mir Bastian Hartwig aber nicht verraten. Beim Dessert knallte es dann richtig: der Fondant auch Chocolate mit warmen Schoko-Karamell-Kern wurde mit Knallbrause serviert. Das prickelt nicht nur fein am Gaumen sondern versetzt einen irgendwie in die Kindheit zurück. Das macht einfach Spaß! Und der warme Schokoladekuchen in Kombination mit Sorbet und einer Fruchtsauce war wirklich fein.

Die Jungs wissen, was sie im Kleinschmecker tun und das machen sie ausgesprochen gut! Dabei wissen sie einfach worauf es in München ans so einem Ort ankommt: Für die fast doppelt so große Terrasse vor dem Kleinschmecker darf auch das Brotzeitbrettl nicht fehlen.

Weiter so! Vielen Dank für diesen schönen Abend!

Kleinschmecker
Sebastiansplatz 3
80331 München
Tel: +49 89 26949120
http://www.restaurant-kleinschmecker.de/ 

Fotos © Leopold Fiala, http://www.leopoldfiala.com/ 

Kaffee und Kuchen in der Maxvorstadt: Der Gartensalon

Gartensalon_01Rosa grünes Interieur, herzliche Kellnerinnen mit blonden Pferdeschwänzen, pinke Tische und mit Rosenblättern garnierte Kuchen auf alten Tellern mit Goldrand: Der Gartensalon in der Maxvorstadt ist für mich das perfekte Café für ein Treffen mit Freundinnen um sich bei Latte Macchiato, Cappucino und Kuchen mal wieder auszutauschen. Versteckt in der Amalienpassage ist das Tagescafé aber schon lange kein Geheimtipp mehr. Kein Wunder, bei schönem Wetter lässt es sich auf der großzügigen Terrasse ganz wunderbar die saftigen Kuchen und Torten genießen, Mittagessen oder im Sommer auch Frühstücken.

Bestellt und gezahlt wird am Tresen, dazu muss man sich nur die Nummer von seinem Tisch merken. Bedient wird dann aber am Tisch. Die Auswahl der Speisen reicht von liebevoll zusammengestellten Frühstücksgerichten, Tomaten- und Schnittlauchbroten, Eierspeisen bis hin zu einer schönen Auswahl an feinen Kuchen und Torten. Mittags gibt es eine täglich wechselnde Speisekarte, viele Gerichte sind vegetarisch. Wir waren zum Kuchenessen dort und hatten einen schönen Nachmittag. Ganz gleich ob Nusskuchen, Apfelkuchen mit Streuseln oder eine köstliche Griestarte mit roten Johannisbeeren: Es schmeckt wie daheim von Mutter gebacken. Angerichtet wird alles mit Blumen und Blüten. Da steckt Liebe zum Detail und Freude drin. Das Konzept geht auf und gefällt mir gut; dazu noch der nette und freundliche Service!

Gartensalon
Türkenstraße 90
80799 München
Tel +49 89 28778604
http://www.gartensalon.net/

Altes Gemäuer in neuem Glanz: Paulaner Bräuhaus am Kapuzinerplatz

Paulaner_Braeuhaus_03Fast 25 Jahre wurde im altehrwürdigen Paulaner Bräuhaus am Kapuzinerplatz nichts mehr gemacht. Seit Sommer 2013 erstrahlen die alten Gemäuer in neuem Glanz. Das neu gestaltete Bräuhaus vereint auf angenehme Weise traditionelle Wirtshauskultur mit zeitgenössischer Gastronomie. Serviert werden gutbürgerliche Gerichte, das eine oder andere Gericht wird aber auch modern interpretiert. Dazu gibt es frisches Paulaner vom Fass. Für besondere Anlässe kann man auch ein ganzes Faß  (20 oder 30 Liter) bestellen.
Eine schöne Idee für ein Fest.

Im Sommer 2013 hat das Bräuhaus am Kapuzinerplatz seine Pforten und den Biergarten wieder geöffnet und freut sich seitdem über regen Besuch. Auffällig ist die gesamte Atmosphäre der neu gestalteten Räume. So ist das Interieur gar nicht kitschig sondern kombiniert Holz und Stahl in dem weiß geputzen Gemäuer. Im Sudhaus wird sogar gebraut. Ebenfalls neu gestaltet wurde der Biergarten. Unter alten Kastanienbäumen kann man hier im Sommer Brotzeit, Gegrilltes und kühles Bier genießen.

Schnitzel, Schweinebraten, Kässpätzle – die Karte führt wirklich alles auf, was die gutbürgerliche bayrische Küche zu bieten hat. Der Schweinsbraten wird mit zweierlei Knödel (Brezn- und Kartoffelknödel) serviert, dazu eine resche Kruste und saftig zartes Schweinefleisch. Das Schnitzel ist schön kross gebraten dazu gibt es feine Bratkartoffeln und Preiselbeeren. Sehr lecker sind auch die Kässpatzen. Frisch und knackig war auch der Beilagensalat mit Kresse und einem gut gewürzten Balsamico-Dressing angerichtet.

Von den feinen Gerichten ganz verzaubert haben wir gleich noch ein Dessert bestellt. Der Scheiterhaufen kam mit Birne und und wurde schön angerichtet im Glas serviert, daneben ein Kännchen Vanille-Sauce. Alles in allem traumhaft. Auch die Preise sind absolut fair. Mittags (11-15 Uhr) bietet das Bräuhaus unter der Woche auch ein täglich wechselndes Mittagsgericht für 6,50 Euro.

Wir haben das Bräuhaus an einem frühen Samstagabend besucht und egal wie heiß es her geht: Der Service ist flott, freundlich und sehr zuvorkommend. Das Bräuhaus ist wirklich einen Besuch Wert und eine tolle alternative zu den bekannten Bräuhäusern der Innenstadt!

Paulaner Bräuhaus
Kapuzinerplatz 5
80337 München
Tel: +49 89 5446110
www.paulaner-brauhaus.de 

 

 

Neuer Vietnamese im Viertel: das Jack Glockenbach

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Das Glockenbachviertel hat seit Sommer 2013 einen neuen Vietnamesen: Das Jack Glockenbach. Und spätestens seitdem die Süddeutsche Zeitung das Lokal entdeckt hat, erfreut sich das kleine Restaurant großer Beliebtheit. So sind wir selbst losgezogen auf eine kleine Reise nach Vietnam – zumindest in die Küche des Landes und waren am Ende des Abends satt und glücklich zugleich.

 

Reservieren ist im Jack Glockenbach Pflicht! Beim Betreten des Lokals muss man kurz warten, wird aber dann freundlich mit der Speisekarte zu seinem Platz gebracht. Für uns fünf hat man sogar extra einen Tisch umgeräumt, damit wir besser sitzen können. Das Personal kümmert sich reizend um die Gäste! Die Karte macht neugierig und hungrig zugleich. Die Vorspeisen haben wir allerdings ausgelassen und uns auf die eher traditionellen vietnamesischen Reisnudelgerichte gestürzt.

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Bei der Namensgebung der Speisen war der Inhaber Jack Pham kreativ. Bei uns gab es I`m so beautiful „Bun Xa Dau Hu“ (Gebratenes Natur-Tofu & knusprige Röllchen auf lauwarmen Reisnudeln mit frischem Salat, Gurken und Sojasprossen und hausgemachter Limonen-Sauce) und die Wir Nudeln „Bun Cha Gio“ (Knusprige Röllchen mit Schweinfleisch, Garnelen und Gemüse dazu lauwarme Reisnudeln, Erdnüsse, verschiedene Kräuter und hauseigener Limonen-Fisch-Sauce). Auch die Ihre Nudel Schüssel „Bo Xao Xa“ (Rind mit Zitronengras gebraten, dazu lauwarme Reisnudeln, verschiedene Kräuter, Erdnüsse und hauseigener Limonen-Fisch-Sauce) waren vorzüglich. Andere Gerichte heißen Pacific Time, GingerTerra kotta Topf oder Piratensuppe.

Wir waren mit unserer Auswahl sehr zufrieden. Alle Gerichte waren frisch zubereitet und sehr fein abgestimmt. Dazu habe es einen wirklich hervorragenden Grünen Veltliner, schön frisch aber nicht säuerlich. Auch an den Nachbartischen gab es nur zufriedene Gesichter. Gekocht wird ohne Geschmacksverstärker, viele vegetarische Gerichte können auch vegan bestellt werden. Hinzu kommen die fairen Preise und der wirklich freundliche Service: wir wurden alle persönlich mit einem Handgruß verabschiedet. Wir haben diesen Abend nach Weihnachten sehr genossen.

Jack Glockenbach
Thalkirchner Straße 3
80337 München
Tel: 089 – 23 07 67 88
http://www.jack-glockenbach.de/

Entspannt das Treiben auf der Müllerstrasse beobachten: die Bar Corso

Bar Corso_München_01Die Müllerstrasse ist die Hauptschlagader im Glockenbachviertel, ist sie doch die Verbindung zwischen Isartor, Fraunhoferstrasse und Gärtnerplatz. Wer hier in einem Café oder Restaurant sitzt, bekommt viel zu sehen: Allerhand buntes Volk geht tags und nachts die Straße herunter. Ein toller Aussichtsplatz ist auf jeden Fall die Bar Corso in der Müllerstrasse 51.

Die großen Schaufenster und das helle Ladenlokal laden Passanten im Vorbeigehen zum Betreten ein; im Sommer kann man auf ein paar Tischen auch draußen Platz nehmen. Bar Corso_München_02Abends lockt eine schöne Bar in die hinteren Räume der Bar Corso. Das Ambiente ist freundlich und klar. Beim Betreten fällt der Blick auf die bunt dekorierte Theke mit allerhand Kuchen und Süßspeisen. Eine kleine Karte bietet eine Frühstücksauswahl, täglich wechselnd gibt es drei Menügerichte für den Mittagstisch, wahlweise mit Suppe, Salat oder Dessert. Da findet sich für jeden etwas. Die Gerichte sind abwechslungsreich und für einen schnellen Mittagstisch passend.

Bar Corso_München_03Das Essen im Corso würde ich als OK beschreiben. Es ist zwar gut, hat mich aber noch nicht vom Hocker gehauen. Meiner Minestrone fehlte ein wenig die Würze. Dabei kann diese feine italienische Suppe so wunderbar aromatisch schmecken. Der Schokoladenkuchen dagegen war sehr lecker, auch beim Kaffee hatte ich nichts auszusetzen.

Ich würde die Bar Corso also eher als das empfehlen, was sie eigentlich ist: eine Bar und ein Café. Ich hatte dort nämlich schon mal ein paar richtig gute Drinks und Kaffee und Kuchen schmecken hier auch wunderbar.

Bar Corso
Müllerstraße 51
80469 München
+49 89 24216115
www.barcorso.de

 

Ein Hauch von Italien im Lehel: Das La Stanza

Das Lehel ist in München ein besonderer Ort. Vornehm und zurückhaltend geht es hier zu. Es ist schicke Wohngegend und grüne Oase der Ruhe zu gleich. Das Herz bildet der St. Anna Platz, der ganz besonders an schönen Tagen zu lauschigen Abenden in der Stadt einlädt. Donnerstags Mittwochs  (Danke @viamatia) ist hier Wochenmarkt, ein Besuch und ein Stück Kuchen lohnt sich auf jeden Fall. Fast wie in Italien fühlt man sich dann. Dazu bei trägt sich auch das Ristorante La Stanza bei.

La StanzaSchick aber nicht übertrieben geht es hier zu. Das Restaurant ist mit Geschmack eingerichtet, einzig verwirrend finde ich die Barock-Foto-Tapete im hinteren Teil des Ladens. Aber auch da wird man sich etwas dabei gedacht haben. La Stanza passt – das Lokal ist wirklich nicht groß, jedoch aber zu jeder Tageszeit sehr beliebt. Ich würde es nicht als klassischen Italiener bezeichnen, aber da München die nördlichste Stadt Italiens ist, passt es doch wieder recht gut. Morgens ist es ein Café, mittags für ein Essen unter Freunden aber auch Kollegen passend und Abends als Bar. Besonders am Wochenende verabredet München sich hier schick gekleidet zum Abendessen oder trifft sich für ein Date. Die Tageskarte wechselt sinngemäß auch täglich und wird einem von den freundlichen und sehr zuvorkommenden Kellnern auf einer handbeschriebenen Holztafel präsentiert.

Auf der Karte finden sich klassische Vorspeisen, Salate und auch Pastagerichte dürfen bei einem Italiener nicht fehlen. Als Hauptgericht gibt es Fleisch und auch frischer Fisch wird serviert. Dazu reicht man Gemüse der Saison oder einen frischen Salat. Das alles zu überaus vernünftigen Preisen. Die Zeit bis das Essen serviert wird, vertreibt man sich mit frischem Brot und feinem Olivenöl. Wir hatten uns an diesem Abend für Miesmuscheln in Tomaten sowie Pasta mit Gambas und Zucchini entschieden. Alles schien frisch, nur die Muscheln waren etwas zu gut gewürzt, die Tomatensauce fast salzig. Ausreichend Gamabas, die auf den Punkt waren gab es zu den Linguine. Alles in allem aber ein schöner Abend.

Zu später Stunde wir das La Stanza dann eher ein Bar in der Mann und Frau sich gerne tummelt und es sich gut gehen lässt. Positiv finde ich auch, dass der Besitzer hier selbst nach dem Rechten sieht. Ein schönes Lokal, dass meiner Meinung nach zum St. Anna Platz und in das Lehel gehört.

La Stanza
Caffe Ristorante
ST. Anna-Str. 13
80538 München
Tel: 089 – 255 423 93

http://www.la-stanza.com/

Alpenküche: Die Königsquelle am Baaderplatz

königsquelle_01Ganz ehrlich: Von den sieben Jahren, die ich in der Fraunhoferstraße gewohnt habe, bin ich mehr als sechs Jahre an diesem Lokal vorbeigerannt, ohne ihm wirklich Beachtung zu schenken. Leider zu Unrecht. Erst im verflixten siebten Jahr bot sich die Gelegenheit für ein Essen in der Königsquelle am Baaderplatz 2 unweit des Gärtnerplatzes. Dabei ruht das Lokal bereits seit 19 Jahren an diesem Ort.

Bei meinem ersten Besuch war ich wirklich überrascht. Wer die Königsquelle betritt, erwartet ein gemütliches Lokal mittlerer Größe, in dem sich so manch ein Stammgast schon seit mehreren Jahren wohlzufühlen scheint. Ich möchte nicht sagen, dass die Königsquelle DIE Entdeckung ist, doch war ich nach diesem Abend echt positiv überrascht. Wer auch immer hinter dem Herd steht: der Mann oder die Frau versteht ihr Handwerk extrem gut und zaubert ordentliche und sehr gute, aber auch deftige Gerichte auf den Tisch. Dabei fokussiert man sich kulinarisch auf die Alpenrainer Italien, Österreich und Frankreich und zaubert feine Hausmannskost auf den Teller. Dazu gehören Pasta, Vorspeisen und köstliche Fleischgerichte.

koenigsquelle_02Das Schnitzel war so ein Geheimtipp, auf den sich fast der komplette Tisch von immerhin 6 Personen verlassen hat. Auf den Tisch kam eine ordentliche Portion goldgelb gebackenes Schnitzel mit ordentlich Preiselbeeren und Bratkartoffeln, die sich unter besagtem Schnitzel verstecken mussten. Der Tipp hat sich gelohnt Ich bin aber ein wenig davon abgewichen und habe etwas für mich neues bestellt: feiner gebackener Rindertafelspitz mit Wurzelgemüse und Kren (Meerrettich). Zugegeben, das klingt auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich, entpuppte sich aber als feines Gericht  mit zartem Fleisch und feinem Gemüse. Eine sehr gute Wahl.

Wer ein gutbürgerliches Essen in einem netten Lokal ohne viel Schnick-Schnack und Tourikram möchte, der sollte in die Königsquelle. Ihr werdet nicht enttäuscht sein! Reservieren sollte man aber auf jeden Fall.

Königsquelle
Baaderplatz 2
80469 München
Tel +49-89-220071

http://www.koenigsquelle.com/