Spanische Mini-Bar: Das Palau

Palau MünchenGeht man die Thalkirchnerstraße im berühmten Bermudadreieck entlang, fällt einem sicher eine Gruppe von Menschen auf, die lustig Plaudernd und Lachend roten Schaumwein aus kleinen, edlen Gläsern trinkt. Herzlichen Glückwunsch: Ihr steht vor dem Palau, der neuen spanischen Bar im Glockenbachviertel, die derzeit in aller Munde ist.

Kein Wunder: Man nehme eine kleine Bar, eine schöne Auswahl Bocadillos (spanische Sandwiches), flaschenweise Rosat und bietet das zu echt fairen Preisen an und der Laden läuft. Das Konzept aus spanischer Bar mit spanischen Snacks und günstigen Getränken geht auf. Nun gut, Rosat muss man mögen, aber zwei bis drei Gläser des süßlichen, spanischen Schaumweins machen Spaß. Der Laden ist sympathisch. Ganz anders als bei Starbucks, ist es nicht komisch, dass Drinks und Essen auf den eigenen Namen bestellt werden. Das macht den Laden persönlich und ist einfach nett. Die Karte bietet außer besagtem Rosat noch fritz-cola und Crew Ale Beer sowie verschiedene Bocadillos , die direkt hinter der Theke auf dem Grill zubereitet werden. Das ist alles in allem ziemlich simpel, lässig und gut.

Palau MünchenDas haben inzwischen viele Menschen herausgefunden: Das Palau ist an jedem Tag der Woche voll bis unter die Decke – viel Platz hat es auch nicht. An schönen Tag drängen sich die Leute vor dem Laden. Der Besitzer hat laut eigener Aussage auch schon zwei Meter mehr Gehsteig beantragt – hoffentlich bekommt er diese auch bald. Insgesamt ist es schön, neue und gute Bars im Glockenbachviertel entstehen zu sehen, die nicht durch viel Schnick-Schnack und Schicki Micki nerven. Weiter so!

Bar Palau
Thalkirchnerstraße 16
80337 München

Neuer Spanier im Glockenbachviertel: das Cordo

Es lohnt sich, die Restaurants und Bars im eigenen Viertel zu beobachten. Manchmal hat man die Gelegenheit, noch vor der offiziellen Eröffnung ein neues Restaurant zu besuchen. Im Januar 2013 bekommt das Glockenbachviertel einen schönen Spanier dazu. An der Kreuzung Ickstatt- Ecke Klenzestraße hat am 27. Dezember das Cordo seine Türen zum ersten Mal aufgeschlossen: Ein schönes und sehr geschmackvoll eingerichtetes, spanisches Restaurant mit Tapas und einer Auswahl spanischer Gerichten. Das dunkle Ambiente mit viel Holz, gedimmten Licht und dem schönen Mosaikboden lässt Besucher gleich beim Betreten staunen: das Restaurant ist edel aber nicht zu schick eingerichtet. Eben genau so, dass es gemütlich ist.

In dem frisch renovierten Eckhaus hat ein wirklich schönes Lokal einen Platz gefunden. Die offizielle Eröffnung ist erst im Januar trotzdem war das Haus am dritten Abend bereits voll mit neugierigen Gästen, die spanische Gerichte wie Tapas und Paella genossen haben. Wir haben uns bei unserem ersten Besuch an die Tapas gehalten. Mit Tapas ist es wie bei einem Schnitzel: Es gibt viele Rezepte oder Zubereitungsweisen, aber man kann sehr viel falsch machen. Im Cordo war das nicht der Fall. Die Gerichte werden nicht nur rasch gebracht sondern sind auch wunderbar angerichtet und fein abgestimmt. Die Gambas à la Plancha waren kurz gegrillt und fein gewürzt. Toll war auch der Meeresfrüchtesalat mit ein wenig Chilli, Sellerie, Lauchzwiebeln und viel frischen Muscheln, Shrimps und Octocpus. Traumhaft waren die Patatas Bravas, die mit einer wunderbar gelben Aioli und harmonisch abgestimmten Chilli-Sauce serviert wurden. Die Kartoffeln waren schön knusprig, aber keinesfalls ölig. Gleiches gilt auch für die knackig grünen Pimientos de Padrón. Das Pan Tomaca – ein katalanisches Sandwich – war leider ein wenig zu lange geröstet und dadurch sehr kross, der Tomatenaufstrich aber sehr gut; an der Rezeptur wird wohl noch gearbeitet. An den Nachbartischen hatten die Gäste Paella, die sahen auch sehr zufrieden aus. Abschließend gab es eine wirklich feine Crema Catalana.

Besonders gefallen hat uns der äußerst zuvorkommende Service. Das Team möchte bis zur offiziellen Eröffnung wirklich eingestimmt sein und hat sich mehrfach erkundigt, ob wir zufrieden sind. Da durften auch der Grappa für die Herren und der Averna für die Damen am Schluss nicht fehlen. Restaurantleiter Armin war ein toller und charmanter Gastgeber und versteht seinen Job; zudem hat er selbst mehrere Jahre in Spanien gelebt und kennt die spanische Küche. Auch das Konzept zwischen Bar und Restaurant ist gelungen: Im vorderen Bereich gibt es einen langen Tresen, an dem Gäste auch einfach mal gemütlich ein Bier oder Glas Wein trinken können. Wir sind gespannt auf die offizielle Eröffnung! Aber der erste Eindruck war wirklich gut.

Cordo
Ickstattstraße 1A (Ecke Klenzestraße)
80469 München