Theresa Bar in München: zu Hause bei James Bond

Ich habe die Theresa Bar im Mai das erste Mal besucht. Doch dieser Sommer schien mir einfach zu heiß für einen Artikel über eine Bar von diesem Format. Doch wenn die Nächte länger und die Tage kürzer werden, ist die Theresa Bar genau der richtige Ort für einen tollen Abend: gemütlich, elegant, nicht aufdringlich aber in jeder Hinsicht geschmackvoll. Mit der Theresa Bar hat das gleichnamige Restaurant eine kleine Schwester bekommen, eben eine kleine Bar. Die Drinks sind kreativ, fein und saisonal ausgerichtet, dazu gesellt sich eine wirklich ansehnliche Weinauswahl. Doch die Bar kann mehr. Wer hier nur zum Trinken kommt, verpasst etwas. Das Bar-Food ist unglaublich gut und kreativ. Die Gerichte sind frisch, leicht und werden auf kleinen Tellern serviert. Eben genau angemessen für eine Bar. Und nach einem Menü dieser Art lässt es sich so viel besser ins Münchner Nachtleben starten als nach einem Ribeye-Steak, Pommes und Steakbutter. Nicht falsch verstehen: das Theresa Restaurant ist super aber nach 300 Gramm Steak und schwerem Rotwein ist man manchmal nicht mehr ganz auf der Höhe.

Mindestens genauso gut hat mir aber das Ambiente gefallen: Beim Betreten dachte ich sofort „Willkommen bei James Bond“. Der 70er Jahre Stil ist retro aber schick. Wandvertäfelungen aus dunklen Hölzern geben dem rechtwinkeligen Raum einen edlen Touch. Auch die Fenster wurden mit schmalen Lamellen vertäfelt, das gibt dem Raum eine private Atmosphäre. Die Gäste sitzen auf niedrigen samtigen Sofas, Sesseln oder Barhockern. Im ebenso flauschigen Hochflorteppich versinkt man fast, aber es ist auch schön zu ruhigen angenehmen Klängen durch den Raum zu schleichen. Von der Decke, über das Mobiliar bis hin zum Teppich: alles ist in warmen Braun- und Rottönen gehalten dazu gesellen sich moosgrüne oder geblümte Sofas. Die Bar kombiniert geschickt gemütliche Rückzugszonen mit vibrierendem Barleben – dafür ist auf dem breiten Gang und an der Bar auf ebenso samtigen Barhockern noch genug Platz. Zum Interieur gehört auch ein Lichtkonzept, das wichtige Elemente, wie den Tresen oder die Wände gekonnt mit Designerleuchten inszeniert. James Bond würde sich hier wohlfühlen! Ganz sicher! Die Bar ist sympathisch und macht Spaß. Hier mischt sich ein buntes Publikum: ob nach dem Büro, für ein Geschäftsessen (ja wirklich!), vor dem Ausgehen oder nach dem Shopping-Trip: hier fühlt sich jeder wohl. Dazu tragen auch die Herren hinter der Bar bei: es geht locker und lustig zu, bleibt aber immer professionell. Und als Gast wird man hier ganz wunderbar umsorgt! Seit meinem ersten Besuch bin ich Wiederholungstäter! Hinter der Bar steckt die Macher des Occam Deli, Freebrid und Kaisergarten. Das konnte aus meiner Sicht nur ein Erfolg werden! Danke für diese tolle Bar und die Bereicherung für das Münchner Nachtleben.

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Theresa Bar

Theresienstrasse 31
80331 München
www.theresa-restaurant.com

 

Gehört im Glockenbachviertel zum Inventar: Das Hey Luigi!

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Update: am 17.10 hat das Hey Luigi seinen 10 Geburtstag gefeiert! Herzlichen Glückwunsch und weiter so!.

Ein ganz bestimmter „Laden“ ist aus dem Glockenbachviertel eigentlich nicht mehr wegzudenken: Das Hey Luigi in der Holzstrasse 29. Ganz gleich ob auf ein paar Drinks und/oder auf eine ordentliche Portion Essen zusammen: Seit ich denken kann, zieht es mich und viele meiner Freunde immer wieder in das Hey Luigi. Das dunkle aber doch sehr gemütliche Lokal bietet eigentlich genau die richtige Mischung aus Bar und Restaurant. Es ist wirklich immer etwas los, an jedem Tag der Woche. Im vorderen Teil befindet sich die Bar mit einem einladenden Tresen. Dort gibt es ein paar Sitzgelegenheiten und über dem Eingang hängt ein großer (nicht echter) Stierkopf.

Hey_Luigi_2Im hinteren Teil finden sich weitere Tische und an der Wand ein kleiner Zoo aus Gummitieren in Wandfarbe, auf den Tischen stehen Blumen und Teelichter. Hier lässt sich der Tag ausklingen oder eine rauschende Nacht starten. Im Sommer lässt es sich auch vorzüglich draussen vor dem Lokal sitzen und den Münchern Sommer genießen.
Essenstechnisch ist das Hey Luigi solide und gut, die Karte bietet eine Mischung aus Vorspeisen, Pasta, Salaten und Fleischgerichten. Alle Speisen gut, reichlich, frisch zubereitet und passen zum Konzept aus Bar und Restaurant; mit seiner Wahl etwas falsch machen kann man hier sicher nicht. Für Belustigung beim ersten Besuch sorgen sicher die Titel der Gerichte – besonders die Salate tragen „seltsame“ Namen wie Rocco Siffredi oder Meister Lee. In riesigen Portionen kommen die Pasta-Gerichte wie Linguine Tomate oder Tagliatelle Estragon. Wer ein kleines Gericht möchte, isst eine Suppe oder den gemischten Vorspeisenteller. Alles sehr sehr gut. Und auch das Schnitzel kann sich sehen lassen; dazu gibt es wahlweise Bratkartoffeln oder hausgemachten Kartoffelsalat und natürlich Preiselbeeren. Selbstverständlich gibt es neben Salaten auch reichlich fleischlose Gerichte wie Käsespätzle, Bratkartoffeln oder Halloumi. Noch nie versucht habe ich die hausgemachte Steinofenpizza – die gibt es immer sonntags.

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Ich hatte hier schon viele lustige und schöne Abende und werde das Hey Luigi immer wieder besuchen! Danke! Reservieren empfiehlt sich aber immer!

Hey Luigi

Holzstrasse 29
80469 München
+49-89-46134741
http://www.heyluigi.de/

Die Lower Eastside zu Gast in Schwabing: Occam Deli

20140623_124631In der Occamstraße in Schwabing gibt es seit einiger Zeit ein neues Restaurant: Das Occam Deli. Ganz nach dem Konzept will das Occam Deli die Wünsche seiner Gäste zu jeder Tageszeit zufrieden stellen: Denn „Deli kommt von Delikatessen und Delis haben ihren Ursprung in der Lower East Side auf Manhattan, New York. Sie bieten Delikatessen der jüdischen, amerikanischen, italienischen, französischen oder orientalischen, schlichtweg kosmopolitischen Küche an. Und sie mischen sie mit den Ansprüchen des New Yorker Straßenlebens. Man kann also frühstücken, zu Mittag oder zu Abend essen, die nötigsten Grundnahrungsmittel einkaufen, so wie Speisen und Getränke mitnehmen.“ New York in Schwabing? Viel Theorie für ein Restaurantkonzept.

20140623_125623Beim Mittagessen kommt es vor allem auf zwei Dinge an: als Gast sollte man nicht zu lange auf das Essen warten, die Speisen sollten aber trotzdem ausgewogen und frisch sein. Dieser Balanceakt gelingt dem Occam Deli aber recht gut. Neben der Speisekarte wartet auf den Besucher täglich ein wechselndes Mittagsmenü – immer mit frischen und durchaus außergewöhnlichen Zutaten. Begeistert war ich von meiner Tarte mit Feigen, Limetten-Crème fraîche  und dem grünen Wildkräutersalat. Dazu gab es eine selbstgemachte Limonade. Schön frisch an einem heißen Sommertag. Ebenso fein war das Risotto mit Garnelen. Wer dann noch nicht satt ist oder noch Zeit hat, dem möchte ich die Kuchentafel empfehlen. Auf einem grossen Holztisch finden sich allerhand Kuchen und Torten. Bei dem Anblick läuft einem wirklich das Wasser im Mund zusammen.

20140623_125628Die Theorie hat das Occam Deli gut umgesetzt und ist für ein Mittagessen eine tolle Wahl. Morgens und auch abends habe ich es noch nicht besucht aber auch da wird sicher allerhand auf den Tisch gezaubert. Laut Karte ist das Konzept hier ähnlich wie in einem Tapas Lokal: viele kleine Gerichte, die man sich an einem Tisch teilt. Das klingt sehr vielversprechend. Gemütlich ist es in dem geräumigen, mit viel Holz gestalteten Lokal allemal. Und von der Lage her ein toller Ausgangspunkt für einen Spaziergang im englischen Garten.

Occam Deli
Feilitzschstr. 15
80802 München

www.occamdeli.com

 

Gastronomie-Schmuckstück in der Innenstadt: Kleinschmecker

Mit dem Kleinschmecker ist München seit kurzem um ein ganz wunderbares Restaurant reicher. Ein junges und engagiertes Gastro-Gespann hat sich einen der begehrtesten Plätze in der Münchner Innenstadt gesichert: den Sebastiansplatz unweit von Schrannenhalle und Viktualienmarkt. Seit März 2014 zaubern Bastian Hartwig und Nepomuk Grau mit Ihrem Team im Kleinschmecker eine frische, inspirierende und sehr kreative Küche.

Mit dem Kleinschmecker haben sich die beiden einen Traum verwirklicht. „Wir wollten das Restaurant führen, in das wir am liebsten selbst gehen würden mit super Essen und ausgezeichneten Weinen“, so Geschäftsführer Bastian Hartwig über das Kleinschmecker. Das ist den beiden gelungen. Edel, aber nicht aufgesetzt, gemütlich dabei aber nicht urig ist das Kleinschmecker. Bei gut 35 Sitzplätzen ist die Atmosphäre sehr ruhig und entspannt. Ein warmes Grau-Grün dominiert den Gastraum, dazu viel Eichenholz, weiß abgesetzte Fenster und dezente Beleuchtung.

Freundlich fast herzlich begrüßt werden Gäste vom Service, der sichtlich Spaß an seiner Aufgabe und dem Restaurant hat. So steht Bastian Hartwig auch selbst hinter dem Tresen, hilft bei der Weinauswahl oder serviert selbst. Alle haben Freude dabei. Das merkt man sichtlich und spiegelt sich auch im Essen wieder.

Im Kleinschmecker gibt es neben den Gerichten auf der Karte auch eine wechselnde Tageskarte, die Auswahl ist reichlich, aber nicht überfordernd. Viel Fisch gab es bei uns an diesem Abend und jedes Gericht war auf seine Weise besonders. Das Duett vom Thunfisch in Form von Sashimi und Tatar ist ein Gedicht, das auf der Zunge zergeht. Dazu gibt es Edamame, Kaisosalat und Kalamansi. Sehr fein auch das New Style Sashimi mit Fjordforelle, Shiso, schwarzem Rettich und Schnittlauch. Der Pulpo mit gegrillter Wassermelone und Rucola war ein echte Geschmacksexplosion und besonders zart und dabei fein gewürzt. Ich bin ein großer Risottofan und koche das italienische Reisgericht auch sehr gerne selbst, aber was hier gezaubert wird, war wirklich toll. Das Hummer-Risotto mit Safran war intensiv aber sehr fein und für ein Risotto gar ungewöhnlich luftig. Großartig möchte man da rufen! Den Trick hat mir Bastian Hartwig aber nicht verraten. Beim Dessert knallte es dann richtig: der Fondant auch Chocolate mit warmen Schoko-Karamell-Kern wurde mit Knallbrause serviert. Das prickelt nicht nur fein am Gaumen sondern versetzt einen irgendwie in die Kindheit zurück. Das macht einfach Spaß! Und der warme Schokoladekuchen in Kombination mit Sorbet und einer Fruchtsauce war wirklich fein.

Die Jungs wissen, was sie im Kleinschmecker tun und das machen sie ausgesprochen gut! Dabei wissen sie einfach worauf es in München ans so einem Ort ankommt: Für die fast doppelt so große Terrasse vor dem Kleinschmecker darf auch das Brotzeitbrettl nicht fehlen.

Weiter so! Vielen Dank für diesen schönen Abend!

Kleinschmecker
Sebastiansplatz 3
80331 München
Tel: +49 89 26949120
http://www.restaurant-kleinschmecker.de/ 

Fotos © Leopold Fiala, http://www.leopoldfiala.com/ 

Friedrich Liechtenstein am 11.1.2014 zu Gast im Unter Deck

Pressefoto Friedrich Liechtenstein 2Am 11. Januar erwartet München einen Auftritt des Berliner Künstlers Friedrich Liechtenstein. Entertainer, Schauspieler und Theaterregisseur Liechtenstein lässt sich schwer beschreiben, Euch erwartet aber sicher ein außergewöhnlicher Abend. Man sagt sich, seine Shows berühren das Herz. Mir persönlich gefällt die warme, etwas rauchige Stimme. Für diesen Abend mit Tiefgang hat sich Friedrich Liechtenstein das Unter Deck ausgesucht.

Einlass ist ab 20 Uhr – der Eintritt ist frei. 

Unter Deck
Oberanger 26
80331 München

Aktuell tanzt er zu einem Track von Icke & Er, die ihn unter „Der Tourist“ auf ihrem Label Starlight Music veröffentlicht haben. Hier ein kleiner Vorgeschmack:

Entspannt das Treiben auf der Müllerstrasse beobachten: die Bar Corso

Bar Corso_München_01Die Müllerstrasse ist die Hauptschlagader im Glockenbachviertel, ist sie doch die Verbindung zwischen Isartor, Fraunhoferstrasse und Gärtnerplatz. Wer hier in einem Café oder Restaurant sitzt, bekommt viel zu sehen: Allerhand buntes Volk geht tags und nachts die Straße herunter. Ein toller Aussichtsplatz ist auf jeden Fall die Bar Corso in der Müllerstrasse 51.

Die großen Schaufenster und das helle Ladenlokal laden Passanten im Vorbeigehen zum Betreten ein; im Sommer kann man auf ein paar Tischen auch draußen Platz nehmen. Bar Corso_München_02Abends lockt eine schöne Bar in die hinteren Räume der Bar Corso. Das Ambiente ist freundlich und klar. Beim Betreten fällt der Blick auf die bunt dekorierte Theke mit allerhand Kuchen und Süßspeisen. Eine kleine Karte bietet eine Frühstücksauswahl, täglich wechselnd gibt es drei Menügerichte für den Mittagstisch, wahlweise mit Suppe, Salat oder Dessert. Da findet sich für jeden etwas. Die Gerichte sind abwechslungsreich und für einen schnellen Mittagstisch passend.

Bar Corso_München_03Das Essen im Corso würde ich als OK beschreiben. Es ist zwar gut, hat mich aber noch nicht vom Hocker gehauen. Meiner Minestrone fehlte ein wenig die Würze. Dabei kann diese feine italienische Suppe so wunderbar aromatisch schmecken. Der Schokoladenkuchen dagegen war sehr lecker, auch beim Kaffee hatte ich nichts auszusetzen.

Ich würde die Bar Corso also eher als das empfehlen, was sie eigentlich ist: eine Bar und ein Café. Ich hatte dort nämlich schon mal ein paar richtig gute Drinks und Kaffee und Kuchen schmecken hier auch wunderbar.

Bar Corso
Müllerstraße 51
80469 München
+49 89 24216115
www.barcorso.de

 

Ein Hauch von Italien im Lehel: Das La Stanza

Das Lehel ist in München ein besonderer Ort. Vornehm und zurückhaltend geht es hier zu. Es ist schicke Wohngegend und grüne Oase der Ruhe zu gleich. Das Herz bildet der St. Anna Platz, der ganz besonders an schönen Tagen zu lauschigen Abenden in der Stadt einlädt. Donnerstags Mittwochs  (Danke @viamatia) ist hier Wochenmarkt, ein Besuch und ein Stück Kuchen lohnt sich auf jeden Fall. Fast wie in Italien fühlt man sich dann. Dazu bei trägt sich auch das Ristorante La Stanza bei.

La StanzaSchick aber nicht übertrieben geht es hier zu. Das Restaurant ist mit Geschmack eingerichtet, einzig verwirrend finde ich die Barock-Foto-Tapete im hinteren Teil des Ladens. Aber auch da wird man sich etwas dabei gedacht haben. La Stanza passt – das Lokal ist wirklich nicht groß, jedoch aber zu jeder Tageszeit sehr beliebt. Ich würde es nicht als klassischen Italiener bezeichnen, aber da München die nördlichste Stadt Italiens ist, passt es doch wieder recht gut. Morgens ist es ein Café, mittags für ein Essen unter Freunden aber auch Kollegen passend und Abends als Bar. Besonders am Wochenende verabredet München sich hier schick gekleidet zum Abendessen oder trifft sich für ein Date. Die Tageskarte wechselt sinngemäß auch täglich und wird einem von den freundlichen und sehr zuvorkommenden Kellnern auf einer handbeschriebenen Holztafel präsentiert.

Auf der Karte finden sich klassische Vorspeisen, Salate und auch Pastagerichte dürfen bei einem Italiener nicht fehlen. Als Hauptgericht gibt es Fleisch und auch frischer Fisch wird serviert. Dazu reicht man Gemüse der Saison oder einen frischen Salat. Das alles zu überaus vernünftigen Preisen. Die Zeit bis das Essen serviert wird, vertreibt man sich mit frischem Brot und feinem Olivenöl. Wir hatten uns an diesem Abend für Miesmuscheln in Tomaten sowie Pasta mit Gambas und Zucchini entschieden. Alles schien frisch, nur die Muscheln waren etwas zu gut gewürzt, die Tomatensauce fast salzig. Ausreichend Gamabas, die auf den Punkt waren gab es zu den Linguine. Alles in allem aber ein schöner Abend.

Zu später Stunde wir das La Stanza dann eher ein Bar in der Mann und Frau sich gerne tummelt und es sich gut gehen lässt. Positiv finde ich auch, dass der Besitzer hier selbst nach dem Rechten sieht. Ein schönes Lokal, dass meiner Meinung nach zum St. Anna Platz und in das Lehel gehört.

La Stanza
Caffe Ristorante
ST. Anna-Str. 13
80538 München
Tel: 089 – 255 423 93

http://www.la-stanza.com/

Spanische Mini-Bar: Das Palau

Palau MünchenGeht man die Thalkirchnerstraße im berühmten Bermudadreieck entlang, fällt einem sicher eine Gruppe von Menschen auf, die lustig Plaudernd und Lachend roten Schaumwein aus kleinen, edlen Gläsern trinkt. Herzlichen Glückwunsch: Ihr steht vor dem Palau, der neuen spanischen Bar im Glockenbachviertel, die derzeit in aller Munde ist.

Kein Wunder: Man nehme eine kleine Bar, eine schöne Auswahl Bocadillos (spanische Sandwiches), flaschenweise Rosat und bietet das zu echt fairen Preisen an und der Laden läuft. Das Konzept aus spanischer Bar mit spanischen Snacks und günstigen Getränken geht auf. Nun gut, Rosat muss man mögen, aber zwei bis drei Gläser des süßlichen, spanischen Schaumweins machen Spaß. Der Laden ist sympathisch. Ganz anders als bei Starbucks, ist es nicht komisch, dass Drinks und Essen auf den eigenen Namen bestellt werden. Das macht den Laden persönlich und ist einfach nett. Die Karte bietet außer besagtem Rosat noch fritz-cola und Crew Ale Beer sowie verschiedene Bocadillos , die direkt hinter der Theke auf dem Grill zubereitet werden. Das ist alles in allem ziemlich simpel, lässig und gut.

Palau MünchenDas haben inzwischen viele Menschen herausgefunden: Das Palau ist an jedem Tag der Woche voll bis unter die Decke – viel Platz hat es auch nicht. An schönen Tag drängen sich die Leute vor dem Laden. Der Besitzer hat laut eigener Aussage auch schon zwei Meter mehr Gehsteig beantragt – hoffentlich bekommt er diese auch bald. Insgesamt ist es schön, neue und gute Bars im Glockenbachviertel entstehen zu sehen, die nicht durch viel Schnick-Schnack und Schicki Micki nerven. Weiter so!

Bar Palau
Thalkirchnerstraße 16
80337 München

Disco-Frühstück und Cocktail-Café: Das Frenzy

frenzyIm Frenzy in der Fraunhoferstraße 20 gibt es laut Homepage keine Sperrstunde. Das stimmt nicht wirklich, vor allem nicht in Bayern. Aber vom Frühstück am Wochenende, Nachmittagskaffee oder einem entspannten Drink und gemütlichen Abendessen kann man hier recht gut ein paar Stunden am Tag oder bis in die späten Abendstunden verbringen. Das Frenzy ist beliebt, jedes Mal, wenn ich vorbeigehe, ist es randvoll. Besonders zum Frühstücken zieht es das Glockenbachvolk am Wochenende ins Frenzy. Wo sonst lässt es sich auch tagsüber unter einer funkelnden Discokugel und einem bunten Sammelsurium von Lampen, einem riesen Krokodil an der Wand und bunten Tapeten herrlich frühstücken?

FrenzyDen Wochenendfrühstücker erwartet im Frenzy eine recht bunte Auswahl an Frühstückstellern. Auf der Karte stehen zum Beispiel Joy (Birchermüsli mit frischen Früchten, hausgemachter Kräuterquark, Vollkornbrot, Knäckebrot, Butter, hausgemachte Marmelade und 0,2l frisch gepresster Orangensaft), Bukowsky (zwei hausgemachte Pancakes (natur und aromatisiert mit Orange & Zimt), Banane & Honig, Birchermüsli mit frischen Früchten der Saison, gekochter Schinken, Käse, dazu Butter und Weißbrot) oder auch Frenzy (Rühreier mit frischen Tomaten, Koriander und Pinienkernen, hausgemachte Zitronengrascrème, Joghurt mit frischen Früchten der Saison, geräucherter Putenschinken, Leberwurst, Käse, dazu Butter und Weißbrot). Ein besonders Lob verdient hier die Zitronengrascrème – die ist wirklich wahnsinnig gut und echt mal etwas anderes. Aber auch die restlichen Frühstücke lassen keine Wünsche offen.

FrenzyAbends trifft man hier bevorzugt Gruppen junger Frauen, die sich im Kerzenschein über guten Drinks die neuesten Geschichten erzählen. Vielleicht liegt das an den vielen Salaten und asiatischen Gerichten auf der Karte. Alles in allem aber eine tolle und gesunde Mischung an warmen und kalten Speisen.

Aber auch einfach für ein paar Drinks ist das Frenzy in der Fraunhoferstraße eine gute Wahl und fast schon eine Institution im bunten treiben auf der Straße, die über die Isar führt. Am Wochenende sollte man auf jeden Fall reservieren, aber die freundlichen Bedienungen helfen einem auch gerne bei der Suche nach einem freien Platz.

 

Frenzy
Restaurant Cafe Bar
Fraunhoferstraße 20
80469 München
Tel.: 089 – 20 23 26 86

www.frenzy-family.de

 

 

 

Auf ein schnelles Helles mit Vodkarella im Café Kosmos

Cafe KosmosDie Gegend um den Münchner Hauptbahnhof ist sicher kein Ausgehviertel für ausgedehnte Bartouren. An der Kreuzung Mars-, Ecke Dachauerstrasse befindet sich aber eine Bar, die ihresgleichen in München nicht nochmal findet. Die Rede ist vom Café Kosmos. „Eine Bar wie in Berlin“ – diesen Vergleich hat das Café Kosmos wohl schon oft gehört. Das mag an dem eher spartanischen und alten Mobiliar liegen, den nackten, grauen Wänden und der Atmosphäre. Ein weiterer Grund sind sicher auch die günstigen Getränkepreise: Ein 0,25 Helles kostet 1,20 Euro. Die Knolle Astra nur 1,50 Euro.  Preise, die man im Münchner Nachtleben nur selten findet. Doch wir sind hier in München und die Hauptstadt, so aufregend sie sein mag, soll hier kein Maßstab für eine gute Bar sein.

Das Kosmos ist ein entspannter Laden mit bunt gemischtem Volk allen Alters und immer guter Musik. Nicht zu verachten sind auch die guten Drinks. Die Männer hinter der Bar verstehen ihr Handwerk . Wer sich auskennt, zum Beispiel mit Gin, wird hier wirklich glücklich und gerne auch mal in ein intensives Gespräch verwickelt. So kann man im Café Kosmos auch den britischen Sipsmith London Dry Gin genießen. Und auf den ist der Barmann stolz. Wer neben all dem günstigen Bier und den guten Drinks Hunger bekommt, dem empfehle ich einen dieser leckeren Teller mit Käse, Oliven, Salami, Schinken und Peperoni zu bestellen.

Cafe KosmosAber wer ist eigentlich diese Vodkarella? Vodkarella ist eine Barbiepuppe; eine Kreation des Münchner Künstlers Jörg Loose. Sie befindet sich – etwas versteckt – im hinteren Teil links neben der Bar. Die Barbie trägt ein seltsames Kostüm, hat eine Haube über dem Kopf und ist in einem beleuchteten Glaskasten eingesperrt; neben dran ist ein Türmchen mit Stamperln aus Plastik. Wenn man einen Euro reinwirft dann, ja dann pinkelt sie eben Vodka. Die Idee ist ebenso schräg, wie die Puppe an sich. Trotzdem irgendwie gut. Allein schon deswegen ist die Bar einen Besuch wert.

Ansonsten ist das Café Kosmos eine sichere Adresse, wenn man unter der Woche abends noch einen Drink genießen will; es ist wirklich immer gut besucht. Wenn man sich durch den schmalen Gang zwischen Bar und Wand in den hinteren Teil durchdrängt , kommt man auch schnell mit den anderen Gästen ins Gespräch. Das ist oft lustig, manchmal auch etwas nervig. Generell heißt es im Kosmos aber: Eng zusammenrücken! Wenn es unten zu voll wird, geht man über die eiserne Wendeltreppe in den zweiten Stock. Dort befindet sich Wohnzimmer mit alten Stühlen und Sofas. Aber auch tagsüber dient es als gemütliches Café für entspannte Stunden. 

Café Kosmos
Dachauerstrasse 7
80335 München
http://www.cafe-kosmos.de/