Entspannt das Treiben auf der Müllerstrasse beobachten: die Bar Corso

Bar Corso_München_01Die Müllerstrasse ist die Hauptschlagader im Glockenbachviertel, ist sie doch die Verbindung zwischen Isartor, Fraunhoferstrasse und Gärtnerplatz. Wer hier in einem Café oder Restaurant sitzt, bekommt viel zu sehen: Allerhand buntes Volk geht tags und nachts die Straße herunter. Ein toller Aussichtsplatz ist auf jeden Fall die Bar Corso in der Müllerstrasse 51.

Die großen Schaufenster und das helle Ladenlokal laden Passanten im Vorbeigehen zum Betreten ein; im Sommer kann man auf ein paar Tischen auch draußen Platz nehmen. Bar Corso_München_02Abends lockt eine schöne Bar in die hinteren Räume der Bar Corso. Das Ambiente ist freundlich und klar. Beim Betreten fällt der Blick auf die bunt dekorierte Theke mit allerhand Kuchen und Süßspeisen. Eine kleine Karte bietet eine Frühstücksauswahl, täglich wechselnd gibt es drei Menügerichte für den Mittagstisch, wahlweise mit Suppe, Salat oder Dessert. Da findet sich für jeden etwas. Die Gerichte sind abwechslungsreich und für einen schnellen Mittagstisch passend.

Bar Corso_München_03Das Essen im Corso würde ich als OK beschreiben. Es ist zwar gut, hat mich aber noch nicht vom Hocker gehauen. Meiner Minestrone fehlte ein wenig die Würze. Dabei kann diese feine italienische Suppe so wunderbar aromatisch schmecken. Der Schokoladenkuchen dagegen war sehr lecker, auch beim Kaffee hatte ich nichts auszusetzen.

Ich würde die Bar Corso also eher als das empfehlen, was sie eigentlich ist: eine Bar und ein Café. Ich hatte dort nämlich schon mal ein paar richtig gute Drinks und Kaffee und Kuchen schmecken hier auch wunderbar.

Bar Corso
Müllerstraße 51
80469 München
+49 89 24216115
www.barcorso.de

 

Ein Hauch von Italien im Lehel: Das La Stanza

Das Lehel ist in München ein besonderer Ort. Vornehm und zurückhaltend geht es hier zu. Es ist schicke Wohngegend und grüne Oase der Ruhe zu gleich. Das Herz bildet der St. Anna Platz, der ganz besonders an schönen Tagen zu lauschigen Abenden in der Stadt einlädt. Donnerstags Mittwochs  (Danke @viamatia) ist hier Wochenmarkt, ein Besuch und ein Stück Kuchen lohnt sich auf jeden Fall. Fast wie in Italien fühlt man sich dann. Dazu bei trägt sich auch das Ristorante La Stanza bei.

La StanzaSchick aber nicht übertrieben geht es hier zu. Das Restaurant ist mit Geschmack eingerichtet, einzig verwirrend finde ich die Barock-Foto-Tapete im hinteren Teil des Ladens. Aber auch da wird man sich etwas dabei gedacht haben. La Stanza passt – das Lokal ist wirklich nicht groß, jedoch aber zu jeder Tageszeit sehr beliebt. Ich würde es nicht als klassischen Italiener bezeichnen, aber da München die nördlichste Stadt Italiens ist, passt es doch wieder recht gut. Morgens ist es ein Café, mittags für ein Essen unter Freunden aber auch Kollegen passend und Abends als Bar. Besonders am Wochenende verabredet München sich hier schick gekleidet zum Abendessen oder trifft sich für ein Date. Die Tageskarte wechselt sinngemäß auch täglich und wird einem von den freundlichen und sehr zuvorkommenden Kellnern auf einer handbeschriebenen Holztafel präsentiert.

Auf der Karte finden sich klassische Vorspeisen, Salate und auch Pastagerichte dürfen bei einem Italiener nicht fehlen. Als Hauptgericht gibt es Fleisch und auch frischer Fisch wird serviert. Dazu reicht man Gemüse der Saison oder einen frischen Salat. Das alles zu überaus vernünftigen Preisen. Die Zeit bis das Essen serviert wird, vertreibt man sich mit frischem Brot und feinem Olivenöl. Wir hatten uns an diesem Abend für Miesmuscheln in Tomaten sowie Pasta mit Gambas und Zucchini entschieden. Alles schien frisch, nur die Muscheln waren etwas zu gut gewürzt, die Tomatensauce fast salzig. Ausreichend Gamabas, die auf den Punkt waren gab es zu den Linguine. Alles in allem aber ein schöner Abend.

Zu später Stunde wir das La Stanza dann eher ein Bar in der Mann und Frau sich gerne tummelt und es sich gut gehen lässt. Positiv finde ich auch, dass der Besitzer hier selbst nach dem Rechten sieht. Ein schönes Lokal, dass meiner Meinung nach zum St. Anna Platz und in das Lehel gehört.

La Stanza
Caffe Ristorante
ST. Anna-Str. 13
80538 München
Tel: 089 – 255 423 93

http://www.la-stanza.com/

Passt zum Isarspaziergang: Das Café Hüller

Cafe HüllerEin wenig unscheinbar und abseits des Gärtnerplatztrubels liegt in der Eduard-Schmid-Straße 8 das Café Hüller. Das kleine Speisecafé im Eckladen fällt von außen lediglich durch die bunten Fähnchen an der Fassade auf. Wer es aber betritt, gelangt in einen gemütlichen Ort der Ruhe, wo Gäste an einfachen, orangen Tischen sitzen und sich ruhig unterhalten. Das Cafe Hüller kommt mit wenig Schnickschnack aus, überzeugt durch die feinen Gerichte, die gemütliche Atmosphäre und den netten Service. Und das alles gibt es zu ausgesprochen fairen Preisen.

Speisekarte Cafe HüllerKenner kommen ins Café Hüller auch gerne wegen der feinen Pfannkuchen – nein, nicht Crepes. Ganz gleich ob süß oder salzig, die Pfannkuchen sind reichlich gefüllt, hübsch garniert und kommen in einer ordentlichen Portion auf den Tisch. Auch die kleine Frühstückskarte lockt mit frischem Müsli, Käse, Salami, Brot, Eiern und allem, was ein gutes Frühstück eben braucht. Besonders ans Herz legen möchte ich allen jedoch die Tageskarte, die auf einer großen, grünen Tafel neben dem Tresen angeschrieben ist. Täglich gibt es eine schöne Auswahl an vegetarischen und nicht-vegetarischen Gerichten und wirklich gute Desserts.

Cafe HüllerWir haben das Café Hüller an einem Samstagabend in einer großen Gruppe besucht, hatten zwar reserviert aber keine Spur von überfülltem Restaurant und hektischem Treiben. Richtig gemütlich war es. Die freundliche und lustige Kellnerin hat uns spaßeshalber auch alle nach dem Namen gefragt. Alle waren mit ihrer Auswahl sehr zufrieden.

Cafe HüllerDie gegrillte Bio-Schweinelende mit Marsala-Sauce, Kartoffel-Erbsen-Püree und Karottengemüse war zart, fein gewürzt und schmeckte zusammen mit den Beilagen ganz wunderbar. Auch die mit Ricotta gefüllten Ravioli mit Kirschtomaten waren auf den Punkt, hatten ordentlich Biss und waren gut abgeschmeckt. Ein Traum von einem Schnitzel war wirklich das Kalbsschnitzel, das einen Berg von krossen Bratkartoffeln versteckte. Es war goldgelb gebraten und richtig zart. Regelrecht in die Knie gegangen bin ich bei der Mango-Mascarpone-Crème mit Erdbeeren. Ein tolles Dessert.

Cafe HüllerWer nach einem ausgedehnten Isarspaziergang nach einem Café und einem großen Stück Kuchen lechzt, ist hier auch richtig. Die Kuchentheke hat eine feine Auswahl an selbstgebackener Kuchen, die wirklich ausgezeichnet schmecken. Auch Kunst und Kultur darf nicht fehlen, so gibt es im Café Hüller regelmäßig Lesungen, Konzerte und wechselnde Ausstellungen. Auch für private Feiern kann man das nette Ladencafe mieten.

Ich bin begeistert! Mehr oder weniger gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen!

Cafè Hüller
Eduard-Schmid-Straße 8
81541 München
Tel.: 089 18938713
http://cafe-hueller.jimdo.com/

 

 

Disco-Frühstück und Cocktail-Café: Das Frenzy

frenzyIm Frenzy in der Fraunhoferstraße 20 gibt es laut Homepage keine Sperrstunde. Das stimmt nicht wirklich, vor allem nicht in Bayern. Aber vom Frühstück am Wochenende, Nachmittagskaffee oder einem entspannten Drink und gemütlichen Abendessen kann man hier recht gut ein paar Stunden am Tag oder bis in die späten Abendstunden verbringen. Das Frenzy ist beliebt, jedes Mal, wenn ich vorbeigehe, ist es randvoll. Besonders zum Frühstücken zieht es das Glockenbachvolk am Wochenende ins Frenzy. Wo sonst lässt es sich auch tagsüber unter einer funkelnden Discokugel und einem bunten Sammelsurium von Lampen, einem riesen Krokodil an der Wand und bunten Tapeten herrlich frühstücken?

FrenzyDen Wochenendfrühstücker erwartet im Frenzy eine recht bunte Auswahl an Frühstückstellern. Auf der Karte stehen zum Beispiel Joy (Birchermüsli mit frischen Früchten, hausgemachter Kräuterquark, Vollkornbrot, Knäckebrot, Butter, hausgemachte Marmelade und 0,2l frisch gepresster Orangensaft), Bukowsky (zwei hausgemachte Pancakes (natur und aromatisiert mit Orange & Zimt), Banane & Honig, Birchermüsli mit frischen Früchten der Saison, gekochter Schinken, Käse, dazu Butter und Weißbrot) oder auch Frenzy (Rühreier mit frischen Tomaten, Koriander und Pinienkernen, hausgemachte Zitronengrascrème, Joghurt mit frischen Früchten der Saison, geräucherter Putenschinken, Leberwurst, Käse, dazu Butter und Weißbrot). Ein besonders Lob verdient hier die Zitronengrascrème – die ist wirklich wahnsinnig gut und echt mal etwas anderes. Aber auch die restlichen Frühstücke lassen keine Wünsche offen.

FrenzyAbends trifft man hier bevorzugt Gruppen junger Frauen, die sich im Kerzenschein über guten Drinks die neuesten Geschichten erzählen. Vielleicht liegt das an den vielen Salaten und asiatischen Gerichten auf der Karte. Alles in allem aber eine tolle und gesunde Mischung an warmen und kalten Speisen.

Aber auch einfach für ein paar Drinks ist das Frenzy in der Fraunhoferstraße eine gute Wahl und fast schon eine Institution im bunten treiben auf der Straße, die über die Isar führt. Am Wochenende sollte man auf jeden Fall reservieren, aber die freundlichen Bedienungen helfen einem auch gerne bei der Suche nach einem freien Platz.

 

Frenzy
Restaurant Cafe Bar
Fraunhoferstraße 20
80469 München
Tel.: 089 – 20 23 26 86

www.frenzy-family.de

 

 

 

Auf ein schnelles Helles mit Vodkarella im Café Kosmos

Cafe KosmosDie Gegend um den Münchner Hauptbahnhof ist sicher kein Ausgehviertel für ausgedehnte Bartouren. An der Kreuzung Mars-, Ecke Dachauerstrasse befindet sich aber eine Bar, die ihresgleichen in München nicht nochmal findet. Die Rede ist vom Café Kosmos. „Eine Bar wie in Berlin“ – diesen Vergleich hat das Café Kosmos wohl schon oft gehört. Das mag an dem eher spartanischen und alten Mobiliar liegen, den nackten, grauen Wänden und der Atmosphäre. Ein weiterer Grund sind sicher auch die günstigen Getränkepreise: Ein 0,25 Helles kostet 1,20 Euro. Die Knolle Astra nur 1,50 Euro.  Preise, die man im Münchner Nachtleben nur selten findet. Doch wir sind hier in München und die Hauptstadt, so aufregend sie sein mag, soll hier kein Maßstab für eine gute Bar sein.

Das Kosmos ist ein entspannter Laden mit bunt gemischtem Volk allen Alters und immer guter Musik. Nicht zu verachten sind auch die guten Drinks. Die Männer hinter der Bar verstehen ihr Handwerk . Wer sich auskennt, zum Beispiel mit Gin, wird hier wirklich glücklich und gerne auch mal in ein intensives Gespräch verwickelt. So kann man im Café Kosmos auch den britischen Sipsmith London Dry Gin genießen. Und auf den ist der Barmann stolz. Wer neben all dem günstigen Bier und den guten Drinks Hunger bekommt, dem empfehle ich einen dieser leckeren Teller mit Käse, Oliven, Salami, Schinken und Peperoni zu bestellen.

Cafe KosmosAber wer ist eigentlich diese Vodkarella? Vodkarella ist eine Barbiepuppe; eine Kreation des Münchner Künstlers Jörg Loose. Sie befindet sich – etwas versteckt – im hinteren Teil links neben der Bar. Die Barbie trägt ein seltsames Kostüm, hat eine Haube über dem Kopf und ist in einem beleuchteten Glaskasten eingesperrt; neben dran ist ein Türmchen mit Stamperln aus Plastik. Wenn man einen Euro reinwirft dann, ja dann pinkelt sie eben Vodka. Die Idee ist ebenso schräg, wie die Puppe an sich. Trotzdem irgendwie gut. Allein schon deswegen ist die Bar einen Besuch wert.

Ansonsten ist das Café Kosmos eine sichere Adresse, wenn man unter der Woche abends noch einen Drink genießen will; es ist wirklich immer gut besucht. Wenn man sich durch den schmalen Gang zwischen Bar und Wand in den hinteren Teil durchdrängt , kommt man auch schnell mit den anderen Gästen ins Gespräch. Das ist oft lustig, manchmal auch etwas nervig. Generell heißt es im Kosmos aber: Eng zusammenrücken! Wenn es unten zu voll wird, geht man über die eiserne Wendeltreppe in den zweiten Stock. Dort befindet sich Wohnzimmer mit alten Stühlen und Sofas. Aber auch tagsüber dient es als gemütliches Café für entspannte Stunden. 

Café Kosmos
Dachauerstrasse 7
80335 München
http://www.cafe-kosmos.de/

 

 

 

 

 

 

Kuriositätencafé und Teeladen: Das Sobicocoa in Schwabing

SobicocoaEs gibt Cafés oder Restaurants, in denen sich die Besitzer mit ihren ganz eigenen, oft unkonventionellen Ideen austoben. Von der handgeschriebenen Speisekarte, vielen leckeren Sandwiches, bis hin zur umfangreichen Auswahl an Teesorten: Das Sobicocoa in der Georgenstraße 48 in Schwabing ist einer dieser Läden. Frühstücken im Schaufenster, Tee trinken auf einem alten Sofa, Brunchen an Regentagen, ein schnelles Mittagessen oder abends ein gepflegter Drink: hier ist alles möglich. Laut Website wird man bei Sobicocoa mit Liebe von Sobi und den tollsten Menschen des Universums bedient. Na dann!

SobicocoaDas Café ist chaotisch aber doch gemütlich: das Mobiliar besteht aus einer bunt zusammengewürfelten Sammlung aus Stühlen, Sofas und Bänken, vielen Kerzen und einem Kronleuchter. Wer Lust hat, zieht einfach die Schuhe aus und setzt sich in eines der beiden Schaufenster. Ein Blick in die Speisekarte zeigt: hier hat jemand seiner Kreativität freien Lauf gelassen. Handgeschrieben und mit allerhand Zeichnungen und Gekrakel ist sie fast ein kleines Skizzenbuch, da dauert die Auswahl schon etwas länger. Kein Problem, denn Stress kennt man hier nun wirklich nicht.

SobicocoaWitzig sind auch die Namen der Gerichte im Sobicocoa. Zum Frühstück gibt es zum Beispiel „Charly“ oder „Der kleine Prince“, als Müsli steht „La Nüss“ oder „Simoni-Honi“ auf der Karte. Wer ein Ciabatta genießen möchte kann sich zum Beispiel zwischen dem „Dolomitenkönig“ oder „P-Revolution“ entscheiden. Das ist alles albern aber auch lustig. Toll ist auch die umfangreiche Teekarte. Mir war an diesem Tag nach einem Kamillentee. Den durfte ich aber nicht bestellen, sondern musste nochmal einen Blick in die Karte werfen. Serviert wurde mir am Ende ein toller Kräutertee, an diesem Tag genau das richtige.

SobicocoaFakt ist: Sobi, der Besitzer des Sobicocoa, liebt nicht nur Tee (die Teekarte umfasst mehrere Seiten) sondern auch Feigensenf. Besagter Senf kommt nämlich auf nahezu alle Tramezzini, Ciabatta und Piadine, die es auf der Speisekarte gibt. Zusammen mit Brie oder Ziegenkäse, Parmaschinken und Rucola ergibt das eine einfache aber gute Komposition für ein Sandwich. Wer etwas Handfestes möchte, bestellt Pasta.

Das Sobicocoa ist ein nettes Café! Wenn man etwas Zeit und Geduld hat, hat man hier eine durchaus entspannte und gute Zeit.

Sobicocoa
Café – Lebensmittel – Genuss
Georgenstraße 48
80796 München
Telefon: +49 89 61513836

http://www.sobicocoa.de/

Kleine Konditorei und schönes Frühstückscafé: Das Alof

Auf der Suche nach einer guten Bäckerei, die frisch gebackenes Brot und hausgemachte Kuchen verkauft? Oder etwa einem gemütlichen Cafe zum Frühstücken und nachmittags lecker Torte essen? Oder doch lieber das Mini-Restaurant zum Mittagessen, in dem man auch kleine Präsente kaufen kann? Verwirrt? Es gibt keinen Grund! In der Hans-Sachs-Straße 12 gibt es einen kleinen Laden, der alles kann: Das Alof.

Besonders groß ist das Alof nicht; sehr gemütlich geht es hier zu. Morgens frühstückt hier eine bunte Mischung aus jungem und alten Glockenbachvolk. Manch anderer holt einfach Brot, Kuchen oder frisches Gebäck. Täglich wechselnd gibt es Mittagsgerichte wie Pasta, Gulasch mit Nudeln oder Quiche. Alles frisch zubereitet. Der Bäcker bzw. Koch läuft auch gerne mal selbst durch den Laden und isst auch dort am Tisch, was er frisch zubereitet hat. Am Nachmittag ist das Alof der perfekte Ort für einen entspannten Cappuccino, ein Stück Kuchen und dazu eine Tageszeitung oder ein Buch. Das schöne ist: Gäste können hier gut zwei, drei Stunden verweilen, lesen oder sich unterhalten. Man wird nicht ständig nach seinen Wünschen gefragt.

Der ganze Laden ist überhaupt sehr ruhig und gemütlich. Die saftigen Brote liegen in groben Holzregalen hinter einer langen weißen Theke, dazu die schöne Kuchenauslage  mit allerhand Obstkuchen und auch eine richtig schokoladige Sachertorte darf nicht fehlen. Die Speisekarte bietet neben Cappuccino , heißer Schokolade und verschiedenen Teesorten auch Frühstück und einige warme Gerichte wie Rühreier oder einfach ein Strammer Max. Mehr braucht es auch nicht. Besonders ins Auge fallen die leckeren Kuchen und Torten in der Auslage, die vom Bäcker selbst gemacht werden. Und wenn man noch ein kleines Präsent braucht gibt es schön verpackte Marmelade, Essig, Olivenöl, Weine oder eben einfach eine ganze Torte.

Das Alof ist ein richtig liebevolles Ladenlokal für fast jede Tageszeit oder einfach nur zum Brot holen! Eine schöne Idee.

Alof
Hans-Sachs-Straße 12
80469 München
Tel.: 089 / 37955694

 

 

 

 

Lieblingscafé: Das Pini in der Klenzestrasse

Das Café Pini in der Klenzestraße 45 ist eines meiner Lieblingscafés in München. In nur wenigen Cafés lässt es sich so entspannt Frühstücken, mittags ein Sandwich genießen oder einfach nur Kaffee trinken und dabei ein Buch oder die ausgelegten Tageszeitungen lesen. Auch wenn das Café komplett voll ist, herrscht hier keine Hektik.

Das Pini ist ein italienisches Café. Auf der Karte stehen Focaccia, Panini und Sandwiches; wahlweise mit Fenchelsalami, Asiago, Prager Bioschinken, Olivencreme, Pesto, Rucola oder Peccorino belegt. Wer etwas Warmes möchte, bekommt hier auch Spiegeleier, knusprige Bratkartoffeln oder eine kräftige Minestrone, dazu gibt es auch einen Beilagensalat. Perfekt für zwei Personen ist das Pensions-Frühstück: ein Brotkorb mit Sonnenblumenbrot und frischem Baguette, dünn geschnittenem Parmaschinken, Fenchelsalami, einer feinen Auswahl an italienischem Käse, Orangensaft und Frühstücksei von glücklichen Hühnern, dazu selbstgemachte Marmelade. Dazu gibt es  Tee mit frischer Minze, heiße Zitrone mit Ingwer oder auch ein frisch gepresster Saft mit Karotte, Ingwer und Apfel. Super lecker ist auch die italienische Cioccolata, ein dickflüssiger und starker Kakao.

In diesem Cafe stecken viele nette Details wie z.B. die Möbel aus den 60er Jahren. Das wirkt nicht aufgesetzt sondern passt sehr gut zum Pini. Da darf auch der Nierentisch und die Mustertapete nicht fehlen. Die Gäste fühlen sich hier wohl; so verbringt man hier gerne einen ganzen Nachmittag. Der freundlich Service fragt die Gäste dabei auch nicht ständig, ob sie noch etwas bestellen möchten. Auch abends ist das Cafe sicherlich eine gemütliche Alternative zu vielen Bars.

 

Café Pini
Bibite Panini Giornali
Klenzestraße 45
80469 München
089 – 55 27 41 03
http://www.cafepini.de/ 

Küss die Hand

Sissi ist überall. Zumindest im kleinen Café Küss die Hand in der Thalkirchner Strasse 80. Echt kaiserliche Genüsse verspricht das Café, das neben österreichischen Spezialitäten wie diverser Strudel (z.B. Apfel-, Kirsch-, Topfen- oder Marillenstrudel) und Sachertorte auch allerhand anderer Köstlichkeiten bietet. Gleich beim Betreten steht man vor der Vitrine, da läuft einem echt das Wasser im Mund zusammen. Mittags gibt es dazu noch eine kleine Auswahl an Suppen und Salaten. Wer morgens kommt, erhält hier auch ein Frühstücksei oder Rühreier. Zum Kaffee, Cappuccino oder Latte Macchiato gibt es immer ein Glas stilles Wasser – das finde ich sehr gut.

Es ist sympathisch und liebevoll eingerichtet, das kleine Café. Man sitzt an kleinen weißen Tischen mit Spitzendeckchen und kleinen weißen Stühlen. In der Mitte gibt es einen große Holztafel für ca. 10 Personen.

Sissi ist überall. Ob im Fenster neben der Eingangstür oder an der Wand. Das macht das ganze Café unverwechselbar und ist irgendwie lustig.

 

Küss die Hand
Thalkirchner Straße 80
80337 München
Telefon: 089 – 72 99 78 70
www.kuess-die-hand.de 

Frühstücken im Mariandl, dem ältesten Konzertcafé Münchens

Hotel Mariandl oder Café am Beethovenplatz – das ist keine neue Adresse in der Goethestrasse 51 aber einen Besuch wert. Besonders sonntags lädt das Café mit hohen Decken, holzvertäfelten Wänden und Kronleuchtern bei entspannter Musik zu einem ausgedehnten Frühstück ein.

Kleiner Schwarzer, Großer Brauner, Verlängerter oder Franziskaner: Das Café am Beethovenplatz ist ein Wiener Caféhaus, nur eben in München. Noch dazu ist es das älteste Konzertcafé der Stadt. Und so haben auch die Frühstücke etwas mit Musik zu tun. Das zeigt ein Blick in die Karte:

Vivalid (Parmaschinken, Mailänder Salami, Mortadella, italienischer Käse, Butter, Bruschette, 1 Glas Prosecco),
Tscheikowsky (Hausgebeizter Lachs mit Sahnemeerettich und Preiselbeersahne, Krabbencocktail, Butter, 1 Glas Prosecco)
Gershwin (2 Spiegeleier mit Bacon, Cornflakes mit Milch, Muffin, Butter, Toast, Erdnußbutter, 1 Glas frischgepresster Orangensaft)

Das ist aber nur eine kleine Auswahl.

Wir hatten ein Frühstück für zwei Personen, das neben Lachs und Roastbeef mit vier verschiedenen Saucen, einer leckeren Auswahl an Käse und Schinken auch mit Gemüse und Obst dekoriert war. Eine der Saucen hatte eine Menge Knoblauch in sich: vielleicht nicht ganz das richtige für ein Frühstück. Ansonsten war die Auswahl ausreichend und gut. Schade nur, dass die Etagere mit viel Salat dekoriert war, den konnte man aber nämlich nicht wirklich essen. Dazu gab es noch zwei kleine Gläser frischgepressten Orangensaft, zwei Frühstückseier (leider fast hartgekocht) und Marmelade. Die Karte auf der Website ist nicht aktuell – mir fällt der Namen des Frühstücks leider nicht mehr ein.

Wer am Wochenende einen ruhigen Ort für ein gemütliches Frühstück sucht, ist hier nicht ganz richtig; außer man besucht das Mariandl unter der Woche. Aber es lohnt sich, wenn man sein Frühstück an einem Sonntag bei Jazz oder Klassik und geschäftigem Treiben genießen will. Das Café am Beethovenplatz ist eine schöne Frühstückslocation – das Frühstück aber eher durchschnittlich. Die Atmosphäre zusammen mit der Musik stehen hier auch eher im Vordergrund.

Café am Beethovenplatz
Hotel Mariandl
Goethestrasse 51
80336 München
Telefon  +49 (0)89 55 29 10 – 0
www.mariandl.com