Wildes Wohnzimmer: Die Bar „Zum Wolf“

Das Zum Wolf in der Pestalozzistrasse 22 ist nicht einfach nur eine Bar im Glockenbachviertel. Wer die kleine und immer gut gefüllte Bar betritt, findet ein liebevolles Kuriositätenkabinett mit allerhand Bildern und lustigen Dingen an der Wand. Wie es sich für eine Blues Bar gehört, gibt es hier auch eine stattliche Whiskey Sammlung.

Im Januar 2012, kurz nach der Eröffnung, war ich das erste Mal in der Bar Zum Wolf. Ein einprägsamer Moment. Da ich eine Brille auf hatte, habe ich in der schummrig roten Bar erstmal gar nichts mehr gesehen – alles angelaufen. Bevor ich noch bestellen konnte, hat mir der Barchef Wolfgang „Wolfi“ Götz erstmal eine Serviette in die Hand gedrückt. „Die Dame muss erstmal ankommen!“ hat er mit einem Augenzwinkern zu mir gesagt.

Brille abgetrocknet, Mantel irgendwo in der engen Bar verstaut ist einem das Ambiente und die bunte Mischung an Gästen gleich sympathisch. Wir haben erstmal einen Hendriks mit Gurke und zwei Riesling bestellt. Der Gin kam in einem ordentlichen, genießbaren Mischverhältnis, der Wein war perfekt temperiert. Auch unter der Woche war die Bar gut besucht. Alles Menschen, die nach Feierabend irgendwie zufällig in dieser Bar gelandet sind. Das war recht lustig; wir kamen schnell ins Gespräch und „Wolfi“ hatte auch Zeit für den ein oder anderen Scherz. Zu einem Whiskey habe ich mich dann doch noch überreden lassen. Und ich bin wieder gekommen.

Wenn man im Sommer Glück hat, ergattert man einen der Tische vor der Bar auf dem Gehsteig. Die sind mit bunten Plastiktischdecken geschmückt und passen ganz wunderbar zum gesamten Ambiente. An so einem Sommerabend im August habe ich mal einen unglaublich guten Manhattan Dry genossen. Eigentlich genau das richtige Getränk für das Zum Wolf. Auch der Moscow Mule (selbstverständlich mit Ginger Beer) war ausgezeichnet. Bier vom Faß gibt es im Zum Wolf in Steinkrügen – auch schön.

In der Bar selbst ist es eher dunkel. Die roten asiatischen Lampenschirme spenden nur schwaches Licht, das macht den ganzen Laden aber gemütlich und etwas verrucht zugleich. An den Wänden finden sich allerhand Krimskrams. Es ist ein wenig wie in einem Wohnzimmer, nur etwas chaotischer. Es lohnt sich das Interieur genauer unter die Lupe zu nehmen: Schwarz-Weiß-Fotos von Johnny Cash oder einfach ein Bild vom Watzmann oder andere Naturaufnahmen. Irgendwie ist alles dabei.

Seit dem ersten Besuch bin ich hin und wieder in dieser Bar und es ist immer wieder toll, lustig, aufregend. Das Ambiente und die freundlichen und lustigen Barleute machen den Laden aus. Und wenn man selbst mit den richtigen Leuten unterwegs ist! Perfekter Abend.

Zum Wolf
Beers & DrinksRhythms & Blues
Pestalozzistrasse 22
80469 München
http://zumwolf.tumblr.com/

 

Kleiner Italiener mit großer Küche: Il Piccolo Principe

Vorspeise Gemüsegratin

Schon der erste Eindruck stimmt: Beim Betreten des kleinen Restaurants in der Kapuzinerstrasse 48 fällt der Blick gleich auf die Vitrine. Allerhand italienischer Antipasti befinden sich in der Auslage: gegrillte Zucchini und Auberginen, marinierte Pilze, gefüllte gelbe Paprika, Muscheln, Scampi und eingelegter Fenchel – alles frisch zubereitet. Dazu gibt es Käse, Parmaschinken, Salami und italienisches Weißbrot.

Ich war mittags im Il Piccolo Principe und habe ein ausgezeichnetes Dreigänge-Menü genossen. Als Vorspeise gab es ein fein gewürztes, mit Parmesan überbackenes Gemüsegratin mit Pilzen, Zucchini, Tomaten, Auberginen und Fenchel. Das Gemüse war schön gar – nicht zu weich, nicht zu fest. Als Hauptgericht gab es einfach Nudeln mit einer Fisch-Tomaten-Sauce. Auch das schmeckte ausgezeichnet: Der Fisch war schön fest, die Tomatensauce gut gewürzt. Die Nudeln hatten noch ordentlich Biss, das war aber zu diesem Gericht sehr gut. Als Dessert gab es ein Tiramisu, das vielleicht ein wenig zu sahnig war. Alles in allem war das Essen ausgezeichnet. Zum Schluss durfte auch ein kräftiger Espresso nicht fehlen. Herrlich!

Neben Pizza, Antipasti, Pasta und verschiedenen italienischen Speisen bietet das kleine Restaurant jeden Tag ein Mittagsmenü  mit drei Gängen – es lohnt sich, ein Menü auszuwählen. Auch die Portionen sind genau richtig.

Schön ist die bunte und leicht chaotische Dekoration aus Weinen, Schwarz-Weiß-Fotos und Kochbüchern. Es ist gut besucht. Im vorderen Bereich stehen Bartische. Wer sich durch das enge Ladenlokal schlängelt, findet im hinteren Bereich weitere Tische. Das Il Piccolo Principe ist einen Besuch wert. Hier kocht und arbeitet die ganze Familie und das mit viel Freude und Aufmerksamkeit. Der Besitzer Toni Gaudino betreibt das Restaurant seit fast 20 Jahren. Eine echte Institution und ein schöner Kontrast zu manch Nobel-Italiener in München.

Il Piccolo Principe
Kapuzinerstrasse 48
80469 München
Tel: 089/7213450

Küss die Hand

Sissi ist überall. Zumindest im kleinen Café Küss die Hand in der Thalkirchner Strasse 80. Echt kaiserliche Genüsse verspricht das Café, das neben österreichischen Spezialitäten wie diverser Strudel (z.B. Apfel-, Kirsch-, Topfen- oder Marillenstrudel) und Sachertorte auch allerhand anderer Köstlichkeiten bietet. Gleich beim Betreten steht man vor der Vitrine, da läuft einem echt das Wasser im Mund zusammen. Mittags gibt es dazu noch eine kleine Auswahl an Suppen und Salaten. Wer morgens kommt, erhält hier auch ein Frühstücksei oder Rühreier. Zum Kaffee, Cappuccino oder Latte Macchiato gibt es immer ein Glas stilles Wasser – das finde ich sehr gut.

Es ist sympathisch und liebevoll eingerichtet, das kleine Café. Man sitzt an kleinen weißen Tischen mit Spitzendeckchen und kleinen weißen Stühlen. In der Mitte gibt es einen große Holztafel für ca. 10 Personen.

Sissi ist überall. Ob im Fenster neben der Eingangstür oder an der Wand. Das macht das ganze Café unverwechselbar und ist irgendwie lustig.

 

Küss die Hand
Thalkirchner Straße 80
80337 München
Telefon: 089 – 72 99 78 70
www.kuess-die-hand.de 

Frühstücken im Mariandl, dem ältesten Konzertcafé Münchens

Hotel Mariandl oder Café am Beethovenplatz – das ist keine neue Adresse in der Goethestrasse 51 aber einen Besuch wert. Besonders sonntags lädt das Café mit hohen Decken, holzvertäfelten Wänden und Kronleuchtern bei entspannter Musik zu einem ausgedehnten Frühstück ein.

Kleiner Schwarzer, Großer Brauner, Verlängerter oder Franziskaner: Das Café am Beethovenplatz ist ein Wiener Caféhaus, nur eben in München. Noch dazu ist es das älteste Konzertcafé der Stadt. Und so haben auch die Frühstücke etwas mit Musik zu tun. Das zeigt ein Blick in die Karte:

Vivalid (Parmaschinken, Mailänder Salami, Mortadella, italienischer Käse, Butter, Bruschette, 1 Glas Prosecco),
Tscheikowsky (Hausgebeizter Lachs mit Sahnemeerettich und Preiselbeersahne, Krabbencocktail, Butter, 1 Glas Prosecco)
Gershwin (2 Spiegeleier mit Bacon, Cornflakes mit Milch, Muffin, Butter, Toast, Erdnußbutter, 1 Glas frischgepresster Orangensaft)

Das ist aber nur eine kleine Auswahl.

Wir hatten ein Frühstück für zwei Personen, das neben Lachs und Roastbeef mit vier verschiedenen Saucen, einer leckeren Auswahl an Käse und Schinken auch mit Gemüse und Obst dekoriert war. Eine der Saucen hatte eine Menge Knoblauch in sich: vielleicht nicht ganz das richtige für ein Frühstück. Ansonsten war die Auswahl ausreichend und gut. Schade nur, dass die Etagere mit viel Salat dekoriert war, den konnte man aber nämlich nicht wirklich essen. Dazu gab es noch zwei kleine Gläser frischgepressten Orangensaft, zwei Frühstückseier (leider fast hartgekocht) und Marmelade. Die Karte auf der Website ist nicht aktuell – mir fällt der Namen des Frühstücks leider nicht mehr ein.

Wer am Wochenende einen ruhigen Ort für ein gemütliches Frühstück sucht, ist hier nicht ganz richtig; außer man besucht das Mariandl unter der Woche. Aber es lohnt sich, wenn man sein Frühstück an einem Sonntag bei Jazz oder Klassik und geschäftigem Treiben genießen will. Das Café am Beethovenplatz ist eine schöne Frühstückslocation – das Frühstück aber eher durchschnittlich. Die Atmosphäre zusammen mit der Musik stehen hier auch eher im Vordergrund.

Café am Beethovenplatz
Hotel Mariandl
Goethestrasse 51
80336 München
Telefon  +49 (0)89 55 29 10 – 0
www.mariandl.com

 

Das Orangha ist wieder da!

Nach sieben Jahren Pause eröffnet das Restaurant wieder in den alten Räumen in der Klenzestraße 62. Wer die Website des Orangha besucht, erfährt etwas über die Geschichte des Restaurants – das ist sympathisch und lädt zum Weiterlesen ein. Gleichzeitig macht es unheimlichen Appetit: Die täglich wechselnde Speisekarte bietet eine schöne Übersicht an klassischen Gerichten der deutschen Küche:  Da darf auch das Wienerschnitzel vom Kalb mit hausgemachtem Kartoffel-Gurken-Salat nicht fehlen. Das Orangha bietet Hausmannskost mit frischen und regionalen Zutaten, die zur Saison passen und das schmeckt.

Wir haben den Abend mit kaltem Tafelspitz, lauwarmer Gemüse-Julienne und Estragon-Sabayon begonnen. Eine Komposition aus hauchdünn geschnittenem Rindfleisch, fein angeröstetem, warmen und knackigem Gemüse sowie einer feinen Sauce mit Estragonnote. Das zarte Fleisch ist mir auf der Zunge zergangen; dazu das Gemüse und die Sabayon… ein Traum. Als Hauptgericht gab es den fein gedünsteten Lachs mit frischen Kartoffelrösti und Gemüse. Toll zum Lachs war besonders das feine Pesto. Auch das Rinderfilet mit Gemüse und gerösteten Kartoffeln war ausgezeichnet. Es kam perfekt rosa auf den Tisch. Zum Essen habe ich einen schönen Riesling genossen.

Das Konzept des Orangha geht auf. Hier fühlt man sich bei gedimmten Licht und gemütlicher Atmosphäre mit weißen Tischen und schönen Holzstühlen an einem Samstagabend richtig wohl. Und es passt gut ins Glockenbachviertel.

Toll fanden wir auch den überaus freundlichen Service, der sich sehr zuvorkommend um uns gekümmert hat. Wer hier Essen gehen möchte, sollte reservieren. Das Lokal war komplett ausgebucht. Die Leute im Glockenbachviertel wissen eben was gut ist.

Orangha Bar und Restaurant
Klenzestrasse 62
80469 München
Tel: +49(0)89 20 20 78 28
www.orangha.de

 


Sammlung Gunter Sachs in der Villa Stuck

Noch bis zum 20. Januar 2013 präsentiert die Villa Stuck in Zusammenarbeit mit der Familie von Gunter Sachs sowie dem Institut für Kulturrausch Tübingen eine Auswahl aus der Sammlung Gunter Sachs.  Zu den Werken gehören Arbeiten des Noveau Réalisme von Yves Klein, Jean Tinguely, Raymond Hains oder Arman. Ein großen Teil seiner Leidenschaft widmete Sachs der Pop Art. In der Ausstellung sind Werke von Robert Rauschenberg, Roy Lichtenstein und Andy Warhol zu sehen. Eine Sektion zeigt zudem fünf Werke des Street-Art-Künstlers Banksy.

Im Rahmen der Ausstellung bietet die Villa Stuck ein umfangreiches Begleitprogramm mit Diskussionen, Vorträgen und Führungen an.

Ich sehe mir die Ausstellung in den kommenden Tagen an. Ein weiterer Bericht folgt.

Museum Villa Stuck

Prinzregentenstr. 60
81675 München
Tel. +49(0)89-45 55 51-0
www.villastuck.de
villastuck@muenchen.de

Dienstag bis Sonntag 11-18 Uhr
Freitags bis 21 Uhr

 

Sushi Fans aufgepasst: Japan Sushi Gourmet

Kitsune Udon
Kitsune Udon

In dem kleinen, mintgrünen Restaurant in der Karlstrasse 56 ist der Name Programm. Neben einer umfangreichen Auswahl an Sushi zu jeweils einem Euro stehen eine Vielzahl japanischer Gerichte und Suppen auf der Karte. Alle Speisen werden täglich frisch zubereitet.

Mittags bietet der kleine Japaner  jeweils zwei Tagesgericht an. Für fünf Euro gibt es täglich eine andere Nudelsuppe wie zum Beispiel die leckere Kitsune Udon – Weizennudeln mit gebackenem Tofu und Einlage. Sehr zu empfehlen ist auch die Reisnudelsuppe Pho, die es wahlweise mit Hühnerfleisch und Gemüse (Pho-Tori) oder mit Rindfleisch und Gemüse (Pho-Gyu) gibt. Für nur 6 Euro steht täglich ein japanisches Gericht inklusive Miso Suppe und Salat, wie z.B. Sansai Sake Lunch (Reismischung mit Lachsstreifen und Berggemüse) auf der Karte.

Zudem bietet das Japan Sushi Gourmet auch verschiedene Sushi-Boxen zu einem Preis ab 4,50 Euro. Wer sich sein Sushi selbst zusammenstellen möchte, findet eine kleine Liste auf jedem Tisch, wo man nach Lust und Laune ankreuzen kann. Drei Hosomaki (z.B. Gurke, Lachs, Avocado oder Thunfisch) gibt es für einen Euro. Für den gleichen Preis gibt es aber auch zwei Uramaki (California-, Alaska-, Boston- oder Gomaee-Maki). Ein Nigiri-Sushi kostet dann ein Euro. Von Lachs, Thunfisch, Lachskaviar, Dorade über geräuchertem Aal bis hin zu Krabbensalat gibt es eine große Auswahl.

Japan Sushi Gourmet

Aber japanische Küche ist mehr als einfach nur Sushi und Suppe. Auf der Karte steht eine große Auswahl japanischer Vorspeisen. Dazu zählen Harumaki (Frühlingsrolle mit Gemüse und Shrimps), Torikaraage (frittiertes Hühnerfleisch) oder auch die wirklich unglaublich leckeren Gyoza (gebratene Teigtaschen mit Gemüse und Fleisch). Vorzüglich sind auch die Edamame, in Salzwasser gegarte Sojabohnen. Dazu dürfen auch nicht die traditionellen Getränke wie Asahi Bier oder einfach Grüner Tee fehlen.

Sympathisch finde ich, dass man sich zu allen Gerichten soviel Ingwer (Gari) nehme kann, wie man möchte. Der eingelegte Ingwer steht in kleinen Einweckgläsern auf dem Tisch. Ich bin hier ein- bis zweimal pro Woche und wurde noch nie enttäuscht. Der Service ist ausgesprochen freundlich und zuvorkommend.

Japan Sushi Gourmet
Karlstrasse 56
80333 München
Tel: 089/59998799
Keine Website vorhanden

 

Kreative Küche mit regionalen Zutaten: Der Volksgarten

Salat von Romana und RucolaUnweit vom Stiglmaierplatz, versteckt in einem Hinterhof liegt das Münchner Volkstheater. Direkt daneben liegt der Volksgarten. Das Team um Küchenchef Markus Schelbert verspricht selbstbewusste und weltoffene Küche, saisonal beeinflusst und täglich frisch zubereitet. In der Tat: Im Sommer, wie im Winter, mittag wie abends lädt das schicke Restaurant zum Verweilen und Genießen von köstlichen Speisen ein.

Egal ob in der Mittagspause oder abends für ein schönes Essen: Genießer frischer Küche, die in der Tat kreativ auf den Tisch kommt, finden hier immer etwas. Egal ob Salate, die gerne mit Nüssen oder Früchten garniert werden oder der Volksgarten Burger: es schmeckt. Wir waren Mittags da und haben uns an frischen Salaten aus Romana und Rucola, Feigen, gebratenem Ziegenkäse mit Mandeln sowie einem fein gewürzten Balsamico-Dressing erfreut. Zudem gab es noch ein fein abgeschmecktes Weißweinrisotto mit Walnüssen, Austernpilzen und einem großen Lolorosso-Blatt garniert. Auch gut waren die Penne mit getrockneten Tomaten, Scamorza, Parmesan und Pfifferlingen. Ihnen fehlte leider das gewisse Etwas.

Leider kamen wir nicht in den Genuss der leckeren Vorspeisen, die der Volksgarten abends gerne serviert. Da erhalten hungrige Besucher dann se

Passend zum Essen gibt es eine gut sortierte Getränkekarte, die auch Besonderheiten wie selbstgemachte Ingwerlimonade oder im Sommer Rhabarberspritz bietet. Apropos Sommer: ein echter Tipp ist auch die schöne Sonnenterasse.lbstgemachten Humus, Taboulée, eingelegtes Gemüse und viele andere Köstlichkeiten.

Die Preise für ein Hauptgericht liege zwischen 10 und 15 Euro. Dafür bekommt man frische Küche mit ausgewählten Zutaten.

Volksgarten
Brienner Strasse 50
80335 München
Telefon: 089 57877859
http://www.volksgarten-muenchen.de/